Wir strahlen meist so schön unnötig!

Die Strahlung, die von Natel-Sendeanlangen, besonders von den 5G-Masten ausgeht, ist in aller Munde. Für die einen sind das „positive“ Strahlen, weil sie die Datenübertragung massiv beschleunigen; für die andere Seite sind damit Ängste um die Gesundheit verbunden.

Fakt ist: Wir sind auf unterschiedlichste Weise von Strom und Strahlung umgeben. Selbst in den abgelegensten Gebieten sind wir natürlichen Magnetfeldern ausgesetzt.

Wo Strom durchfliesst, entstehen immer elektrische und magnetische (niederfrequente) Felder. Ab einer Frequenz von rund 10 Kilohertz (das sind 10‘000 Schwingungen pro Sekunde) spricht man von elektromagnetischen Wellen oder Strahlung. Darauf sind alle Geräte angewiesen, die drahtlos (durch die Luft) kommunizieren: Radio, Fernseh- und Mobilfunk, WLAN, Bluetooth etc. Diese Felder und Wellen werden vereinfacht auch als Elektrosmog bezeichnet.

Es gibt in Gretzenbach Menschen, die sehr sensibel auf den Felder- und Strahlen-„Salat“ reagieren. Aus Fairness ihnen – aber auch sich selbst gegenüber – hat Fokus an der Generalversammlung beschlossen, auf die Problematik hinzuweisen – verbunden mit Tipps, die einfach umsetzbar sind und keinen Qualitätsverlust des eignen Umgangs mit elektronischen Geräten haben.
Schätzungen gehen davon aus, dass  bis zu 90% der täglichen Belastung zu Hause und am Arbeitsplatz unnötig und ohne relevante Einschränkung der Lebensführung sind; und sehr oft sind sie einfach und sogar kostenlos vermeidbar.

Hier die Zusammenstellung mit Beispielen einfacher Möglichkeiten zur Reduktion von unnötigem Elektrosmog:

  • Ein sehr grosser Teil der aufgenommenen Mobilfunkstrahlung stammt vom eigenen Handy. Die Strahlung kann mit einem strahlungsarmen Handy (SAR-Wert), mit einer Freisprechanlage (Headset) oder einer guten Qualität der Verbindung vermindert werden. (Bei schlechtem Empfang, z.B. im Keller empfiehlt es sich nur kurz telefonieren.)
  • Die modernen Smartphones strahlen, auch wenn nicht telefoniert wird (WLAN, Bluetooth, Mobile Datendienste, Hotspot). Darum bei Nichtgebrauch den Flugmodus einschalten oder das Handy auch mal ganz ausschalten.
  • Im Gebäudeinnern ist Abstand halten sehr wichtig. (Bei stromführenden Leitungen und Kabeln im Wohnbereich sind das ca. 1 Meter, dann sind die Felder vernachlässigbar.)
  • Ein optimaler Standort des WLAN-Routers verbessert die Performance im eigenen Wohnbereich und vermeidet die Belastung von Nachbarn. Ideal ist: Zentral im Wohnbereich, erhöht und freistehend.
  • Bei Nichtgebrauch, regelmässigen Abwesenheiten oder in der Nacht kann das WLAN auch ausgeschaltet werden.
  • Drucker können in den meisten Fällen übers Kabel mit dem PC verbunden werden, es braucht das WLAN nicht. Ansonsten das WLAN, wenn immer möglich, ausschalten.
  • Neue Fernseher haben einen WLAN-Sender eingebaut, der auch im Standby strahlt. Einfache Abhilfe: Fernseher bei Nichtgebrauch ganz vom Netz trennen (z.B. schaltbare Steckerleiste).
  • Es gibt Schutzhüllen zum Abschirmen des WLAN-Routers. Damit können die Reichweite reduziert und zum Beispiel Kleinkinderzimmer, Schlafzimmer … WLAN-frei gehalten werden.
  • An bestimmten kabellosen Festnetztelefonen mit DECT kann in den Einstellungen der Eco-Mode (oder Ecomode-Plus) aktiviert werden. Damit strahlt das Telefon nur, wenn es in Gebrauch ist. Ohne diese Aktivierung strahlen diese Geräte pausenlos. Beim Neukauf danach fragen.

Auf dem Markt werden auch Messgeräte angeboten. Grundsätzlich ist im Umgang damit Vorsicht geboten, weil falsches Wissen bei der Interpretation schnell mal ‚Schaden anrichtet‘. Interessierten vermitteln wir eine Kontakt-Adresse.

Weiterführende Informationen zu Elektrosmog und Abschirmung gibt es unter.

www.a-zgesund.ch oder www.ibes.ch

Strom kostet, weil er produziert werden muss.. Die Umsetzung des einen oder anderen Tipps hat neben Aspekten der Rücksicht auch Kostenersparnis zur Folge. Und sie sind ein persönlicher Beitrag zur Klärung der Diskussion um die Energielücke, die nach der Stillegung der Kernkraftwerke noch nicht gelöst ist. / HS