Wie viele Bäume sind 1’500 Ster Holz?

Aktuell wird Schadholz aus dem Gretzenbacher Wald entfernt. Ursache für die Aktion sind ein Sturm, ein Käfer und die warmen Temperaturen.

Seit letztem Montag ist es laut im Wald ob dem Tröchnihus. Der schrille Ton von Kettensägen und das Knirschen und Krachen von fallenden Bäumen sind unüberhörbar. Schadholz wird gefällt und herausgenommen. Zum grössten Teil sind es Fichten, die der Hitze des vergangenen Sommers zum Opfer gefallen sind. Und 2018 hatte der Sturm Burglind für viel Fallholz gesorgt, ideal für die Ausbreitung des Borkenkäfers, der die geschwächten Bäume angreift.  Das Erkennungsmerkmal, ob ein Baum frisch angefallen worden ist, zeigt sich am bräunlichen Sägemehl am Fusse des Baumes.

Der Klimawandel wird die Waldlandschaft erheblich verändern, zu den Verlierern gehört die Fichte, die den Beinamen ‘Brotbaum des Waldes’ trägt. Zu dieser Ehre ist sie wegen ihrer Vielseitigkeit gekommen und deswegen wurde sie auch lange Zeit intensiv angepflanzt. Sie ist: Weihnachtsbaum, Geburtsbäumchen, 1. – Mai – Baum, Telefonstange, und sie eignet ideal für den Häuserbau und für Furnierholz. Selbst arg verdorrte Bäume finden noch Unterschlupf in der Spanplattenproduktion.

Gerechnet wird mit 1’000 – 1’500 m3 Schadholz, was bis zu 500 Bäumen entspricht. Der Wald wird also nicht so schnell zur Ruhe kommen. / HS