Wie umgehen mit den Jungschwänen?

Sie sind die Attraktion, da sie kaum scheu sind. Es sind trotzdem Wildtiere und keine Stofftiere: Die herzigen, flauschigen Jungschwäne im Ballypark.

Das Schwanenpaar im Ballypark hat vor gut 2 Monaten Nachwuchs bekommen, die graue Farbe der Jungschwäne lässt diesen Schluss zu. Bei den Schwänen ist es so, dass sich das Weibchen vollständig um die Brutpflege kümmert, während das Männchen für die Revierverteidigung zuständig ist. Mehrere Personenaussagen schildern nun, dass im Juni das Männchen von einem (frei laufenden?) Hund tot gebissen worden ist, der für die Jungtiere offenbar zur Gefahr geworden ist.

Die Mutter ist zwar in der Nähe, die Jungschwäne sind aber oft sich selber überlassen. Im Normalfall verbleiben Jungtiere rund 5 Monate in der Obhut der Elterntiere.

Auf Grund der Situation haben einzelne Tiere die Scheu vor dem Menschen ziemlich abgelegt, sie lassen sich füttern und auch berühren. Damit sind sie zur Park-Attraktion geworden. So härzig das isch und Föteli fürs Familiealbum git: Für die Schwäne kann das gefährlich werden:

– Ohne natürliche Scheu verlernen sie zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, sie können künftige Angriffe nicht erkennen.

– Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus pflanzlicher Nahrung, sowie zu einem kleineren Teil aus Wasserinsekten, kleinen Fischen, Schnecken und Amphibien.  Brot, salzige Chips etc. gehören nicht zu diesem Speiseplan und belasten den Verdauungstrakt.

– Fütterung in Zeiten des Überflusses machen eine Fütterung im Winter erst recht nötig, wenn sie schadlos durch diese Zeit kommen wollen.

Darum: Hände weg von den Tieren! Auch Kinder müssen den Unterschied kennen lernen zwischen Haus-, Nutz- und Wildtier.

Die Jagd- und Wildhut von Schönenwerd ist informiert und beobachtet die Situation.

Wie seht die Situation des Weibchens aus? Schwäne bleiben sich das ganze Leben treu. Die Wahrscheinlichkeit, dass es nochmals einen Partner findet, ist also gering. Damit wird dieses Revier frei für ein neues Paar. Das wird wahrscheinlich kein Tier aus diesem Gelege sein, da bis zur Geschlechtsreife 3 – 4 Jahre vergehen. / HS