Bilanz der Rettungsübung im Eppenbergtunnel: Zusammenarbeit funktioniert

Da wegen Corona die Presse nicht an die Übung eingeladen worden ist, stellen die SBB verschiedenes Material zur Verfügung, unter anderem ein Interview mit dem Übungsleiter und einen Film von der Zugsevakuation.

Philipp Zimmermann, SBB Projekt- und Übungsleiter

Wie ist die Übung gelaufen?
Die Übung konnte dank dem grossen Einsatz von allen involvierten Partnern und der Figurantinnen und Figuranten wie geplant durchgeführt werden. Dank den Freiwilligen konnten wir ein möglichst realistisches Beispiel eines Ernstfalls für die Einsatzkräfte simulieren. Es war uns wichtig, diese Übung trotz der Corona-Pandemie durchzuführen. Nur so können wir vor der Inbetriebnahme aufzeigen, dass der Tunnel sicher ist, der Einsatzplan, den wir mit unseren Partnern der Blaulichtorganisationen entwickelt haben, hieb- und stichfest ist und alle involvierten Einsatzkräfte mit dem Plan vertraut sind.

Während der Übung kam es zu einem Zwischenfall. Was ist passiert?
Ja, leider. Wir bedauern sehr, dass sich eine Figurantin verletzt hat. Wir wünschen ihr gute und rasche Genesung. Es ist nun Sache der zuständigen Behörden zu klären, was genau vorgefallen ist.

Was unterscheidet diese Übung von anderen Übungen wie etwa jener im Bözbergtunnel vor sechs Wochen?
Es gibt mehrere Unterschiede: Einerseits ist das Einsatzhandbuch ein anderes. Dieses ist für die Planung und die Durchführung massgeblich. Andererseits ist die Infrastruktur eine ganz andere. Der Eppenbergtunnel ist im Gegensatz zum Bözbergtunnel mit zwei vertikalen Notausstiegen und einem horizontalen Notausgang ausgerüstet. Obwohl der Tunnel sich auf solothurnischem Kantonsgebiet befindet, werden auch Einsatzkräfte des Kantons Aargau in der Ereignisbewältigung eingesetzt. Der Sanitätsdienst des Kantons Aargau war beispielsweise mit einer Sanitätsnothilfestelle an der Aarauerstrasse, und die Feuerwehr Aarau stand beim Portal Wöschnau im Einsatz.

Was wird dir von dieser Rettungsübung in Erinnerung bleiben?
Die gelungene Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften und das Engagement der FigurantenSolch eine Übung simuliert ein nur sehr selten vorkommendes Grossereignis. Die Gelegenheit mit allen Partnern ein solches Szenario durchzuspielen ist immer sehr lehrreich und bringt allen Beteiligten sehr viele Erkenntnisse, die nicht nur für Bahnereignisse Gültigkeit haben. Und natürlich sind wir in Gedanken bei der verletzten Figurantin.

Der folgende Kurzfilm zeigt die Geschehnisse im Tunnelinnern.

Text: Jasmin Huwyler  Fotos und Film: SBB/CFF/FFS