Action – aber der Adrenalinspiegel blieb tief

Am 23. September hat die Notfallübung Bellawerde im Eppenbergtunnel stattgefunden, in einer massiv abgespeckten Version. Eine Figurantin ist verletzt worden und eine Türe hat geklemmt. Ansonsten hat die Übung die gesteckten Ziele erreicht.

Im Aufruf der SBB vom Juli sind 600 Figuranten für die Übung gesucht worden, am Schluss waren es etwa 350 – wegen Corona. Wegen des Virus sind auf Solothurner Seite der Leitungsstab und die Zahl der Beobachter so tief wie möglich gehalten worden, selbst der Gretzenbacher Gemeinderat und die Presse bekamen keine Einladung. Aber das hiess natürlich nicht, dass fotografieren ausserhalb der Sperrzone verboten gewesen wäre. Nachfolgend ein Augenschein auf der Westseite des Eppenbergtunnels.

8.30, es regnet leicht. Beim Notfallausstieg Obstgarten ist nichts Aussergewöhnliches zu erkennen, beim Feuerwehrmagazin Schönenwerd ist eine Türe geöffnet. Ein Mitglied der Interventionstruppe Olten läuft vorbei und gibt Informationen zur bevorstehenden Übung. Ziel der Übung soll die Bestätigung eines gut funktionierenden Notfallkonzeptes sein, welche Voraussetzung ist für die Bewilligung des Bundesamtes für Verkehr, dass der Tunnel befahren werden kann. Bei den Tunneleingängen werden auch Drohnen zum Einsatz kommen, seit mehreren Monaten sammelt man Erfahrungen damit. Ein Livestream aus der Vogelperspektive wird direkt in die Einsatzzentrale übertragen, um so die Situation vor Ort besser und gezielter koordinieren zu können. Die Drohentechnik – so die Planung – soll es dereinst auch möglich machen, in den Tunnel einfliegen zu können, was besonders bei Bränden eine enorme Hilfe wäre.

Inzwischen erwacht der der Stützpunkt, weitere Türen sind offen, Angehörige des Stützpunktes laufen umher und laden Getränke in die Fahrzeuge ein.

Kurz vor 9 Uhr fährt ein Feuerwehr Auto mit SG-Nummer auf den Parkplatz beim COOP. Die beiden Mitglieder einer SBB-Interventionstruppe erkundigen sich nach dem nächsten Restaurant und verziehen sich in den Storchen zu einem Kafi. Von Anspannung keine Spur. Dem Beobachter fallen aber weitere ausserkantonale Nummernschilder an roten Fahrzeugen auf: Bern, Basel, sogar eine Ambulanz aus dem Kanton Uri; und auch die Feuerwehr Grenchen zeigt sich.

Ca 9.15 beim Portal West: Vor Ort sind 2 Zivilschützer des Niederamtes und eine SBB-Mitarbeiterin; es ist die Drohnen-Lenkerin. Leider sind keine Fotos von oben auf das Geschehen vorgesehen, nur der Livestream. Man schwatzt, unterhält sich und wartet. Rund 20 Minuten vor 10 Uhr fährt die lokale Feuerwehr in ihren Warteraum beim KKG. Man kennt sich und wirft sich gegenseitig lockere Sprüche zu.

Gegen 9.50 nähert sich langsam der Bellawerde-Zug von Däniken her. Er wird etwa in der Tunnelmitte stehen bleiben, was bedeutet, dass ziemlich sicher beim Notausstieg Obstgarten Figuranten früher hervorkommen werden. Also Standortwechsel.

Kurz nach 10 Uhr beim ‘Obstgarten’. Es sind da: 2 Zivilschützer und ein Beobachter. Aufgabe der Zivilschützer ist, den asphaltierten Platz für die Einsatzkräfte und die Zugspassagiere freizuhalten. Da die Presse hier nicht vorgesehen ist, erfolgt eine Rücksprache nach oben, ob der Beobachter anwesend sein darf. Aus dem Funk ist zu hören, dass ‘… der Kantonspolizei vorbeikommen werde’. Auf jeden Fall ist das Fotografieren vom Acker aus erlaubt.  Je länger die Warterei dauert, umso mehr schwatzt man miteinander und erfährt so weitere interessante Informationen: Das Tunnelportal West und der Notausstieg Obstgarten werden von der Oltner Feuerwehr angefahren, die beiden anderen Notausstiege sind Sache der Stutzpunktfeuerwehr Schönenwerd und das Portal Ost liegt im Zuständigkeitsbereich der Aarauer.

10.40: Der Alarm ist vor etwa einer halben Stunde ausgelöst worden. Plötzlich wird die Notfalltüre von innen aufgestossen, drei junge Frauen kommen heraus, leicht ausser Atem wegen des Treppensteigens. Es folgen weitere Personen, nach Einsatzhandbuch sollten es gut 100 Personen sein. Wer unverletzt ist, wird zügig vom Platz an die Bielackerstrasse verwiesen, wo sie an der Gemeindegrenze Gretzenbach – Schönenwerd vom Bus aufgenommen werden. Die Verletzten, wegen der Treppe werden es leichte Verletzungen sein, werden von einem Sanitätsteam betreut.

Wenige Minuten nach den ersten Figurantinnen trifft auch die Oltner Feuerwehr ein und bereitet sich auf die Brandbekämpfung im Tunnel vor. Die Türe zum Lift funktioniert aber nicht wie gewünscht, es braucht einen erheblichen Kraftaufwand, bis sie endlich aufgeht. Der Kommentar des Standort-Beobachters: ‘Das ist gut. So sehen wir, was noch nicht funktioniert.’

11.10, Feuerwehrmagazin Schönenwerd, Ort der inzwischen aufgebauten Einsatzzentrale. Alles easy und cool. Obwohl kein offizieller Presseheini wird das Betreten des Areals erlaubt.

11.46 Vorbeifahrt am Westportal mit dem Regionalzug nach Olten. Man sieht noch Fahrzeuge und Einsatzkräfte, von Figuranten keine Spur. Die Evakuation ist wahrscheinlich abgesschlossen. Vermutlich muss noch der Brand bekämpft und der Zug aus dem Tunnel gezogen werden. Nach Auskunft der SBB dauerte die Übung rund 4 Stunden.

15 Uhr After-Action-Meeting im KKG. Da wir die störrische Tür sicher zur Sprache gekommen sein.

Fazit: Anspannung ist nie spürbar gewesen. Das hat auch daran gelegen, dass die Blaulichtorganisationen nur im echten Notfall die Sirene einsetzen dürfen. Die Schönenwerdner und Gretzenbacher haben daher kaum etwas von der Übung mitbekommen, Zuschauer hat es auf der Westseite praktisch keine gehabt. Im Ernstfall wird das sicher anders sein. Und dann wird der Schlüssel die störrische Notfalltüre sicher aufschliessen können.

Übrigens: Was heisst Bella Werd(e)?/ HS

Notausstieg Obstgarten

Stützpunkt Schönenwerd / Einsatzzentrale

Tunnelportal West

Bilanz der Rettungsübung im Eppenbergtunnel: Zusammenarbeit funktioniert

Da wegen Corona die Presse nicht an die Übung eingeladen worden ist, stellen die SBB verschiedenes Material zur Verfügung, unter anderem ein Interview mit dem Übungsleiter und einen Film von der Zugsevakuation.

Philipp Zimmermann, SBB Projekt- und Übungsleiter

Wie ist die Übung gelaufen?
Die Übung konnte dank dem grossen Einsatz von allen involvierten Partnern und der Figurantinnen und Figuranten wie geplant durchgeführt werden. Dank den Freiwilligen konnten wir ein möglichst realistisches Beispiel eines Ernstfalls für die Einsatzkräfte simulieren. Es war uns wichtig, diese Übung trotz der Corona-Pandemie durchzuführen. Nur so können wir vor der Inbetriebnahme aufzeigen, dass der Tunnel sicher ist, der Einsatzplan, den wir mit unseren Partnern der Blaulichtorganisationen entwickelt haben, hieb- und stichfest ist und alle involvierten Einsatzkräfte mit dem Plan vertraut sind.

Während der Übung kam es zu einem Zwischenfall. Was ist passiert?
Ja, leider. Wir bedauern sehr, dass sich eine Figurantin verletzt hat. Wir wünschen ihr gute und rasche Genesung. Es ist nun Sache der zuständigen Behörden zu klären, was genau vorgefallen ist.

Was unterscheidet diese Übung von anderen Übungen wie etwa jener im Bözbergtunnel vor sechs Wochen?
Es gibt mehrere Unterschiede: Einerseits ist das Einsatzhandbuch ein anderes. Dieses ist für die Planung und die Durchführung massgeblich. Andererseits ist die Infrastruktur eine ganz andere. Der Eppenbergtunnel ist im Gegensatz zum Bözbergtunnel mit zwei vertikalen Notausstiegen und einem horizontalen Notausgang ausgerüstet. Obwohl der Tunnel sich auf solothurnischem Kantonsgebiet befindet, werden auch Einsatzkräfte des Kantons Aargau in der Ereignisbewältigung eingesetzt. Der Sanitätsdienst des Kantons Aargau war beispielsweise mit einer Sanitätsnothilfestelle an der Aarauerstrasse, und die Feuerwehr Aarau stand beim Portal Wöschnau im Einsatz.

Was wird dir von dieser Rettungsübung in Erinnerung bleiben?
Die gelungene Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften und das Engagement der FigurantenSolch eine Übung simuliert ein nur sehr selten vorkommendes Grossereignis. Die Gelegenheit mit allen Partnern ein solches Szenario durchzuspielen ist immer sehr lehrreich und bringt allen Beteiligten sehr viele Erkenntnisse, die nicht nur für Bahnereignisse Gültigkeit haben. Und natürlich sind wir in Gedanken bei der verletzten Figurantin.

Der folgende Kurzfilm zeigt die Geschehnisse im Tunnelinnern.

Text: Jasmin Huwyler  Fotos und Film: SBB/CFF/FFS

Viel Grün auf dem Blauburgunderweg

Im August macht die Männerriege jeweils eine Wanderung. Dieses Mal führte sie in das Klettgau, dem Weinbaugebiet des Kantons Schaffhausen, auf den Panoramaweg Blauburgunderland.

Bis zum Ausgangspunkt der Wanderung versteckten sich 17 Männer im Grün der Männerriege hauptsächlich coronakonform hinter blauen Masken, schliesslich war man im ÖV unterwegs. Mit Verlassen des Busses auf der Siblingerhöhe herrschte aber wieder Normalität, es standen rund 15 km auf den Hügelkuppen des Schaffhauserlandes bevor. Die Wetterbedingungen waren geradezu ideal: Auf der Anreise hatte es teilweise noch heftig geregnet, dann trocknete es aber ab und am Nachmittag herrschte schönes Wetter. Und der Regenschauer vor der Mittagspause hatte den Vorteil, dass die Weindegustation im ‚Räbhüsli‘ nathlos in das Mittagessen überführte – mitten im Weinberg, geschützt unter einem Dach.

An der Kirche von Hallau vorbei erreichten alle nach etwa 3,5 Stunden das Ziel Trasadingen. Der Weg führte vorwiegend durch Weinberge, es handelt sich hier auch um das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Deutschschweiz. Die Römer haben wahrscheinlich bereits in dieser Gegend Weinbau betrieben, im grossen Stil haben dann die Nonnen und Mönche den Weinbau gepflegt und gefördert; sie benötigten den Wein für die Gottesdienste, zudem hatte jeder Benediktinermönch das Anrecht auf seine tägliche Portion Wein. Das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen hat um das Jahr 1100 bereits Rebberge in Hallau besessen. Vor rund 400 Jahren betrug die Anbaufläche etwa 1000 Hektaren, heute sind es etwa halb so viele Hektaren.

Geschichtlich noch weiter zurück gehen die Versteinerungen, die sich in offenen Ackerflächen ohne Aufwand finden liessen. Es sind dies Ammoniten, Belemniten, Muscheln – und mit Glück – auch Haifischzähne.

Noch mehr Geschichte gab es für Interessierte vor dem Nachtessen in Schaffhausen. Auf einer kleinen Stadtführung konnte die Schönheit der Altstadt mit dem Haus zum Ritter, dem Kloster Allerheiligen samt der Schillerglocke, dem Carl Stemmler Museum und dem Spruch: Lappi tue d Auge uf bestaunt werden.

Für die Rückreise hiess es dann wieder Maske auf. In einem Jahr braucht es den Mundschutz dann hoffentlich nicht mehr. / HS

Mein Leben als elektrosensible Person: Der Bewegungsraum wird immer kleiner

Fokus Gretzenbach nimmt das Thema der Elektrosensibilität ernst, weil es ein neues und umstrittenes Thema ist. Tatsache ist: Wir wollen überall und jederzeit qualitativen guten Zugriff auf die Datenströme haben. Wegen unserer grossen Mobilität, unserer Konsumiersucht und auch Bequemlichkeit ist WLAN das Zaubermittel, d.h. Sender und Empfänger kommunizieren durch die Luft – dank Funksignalen und die sind überall.

Die Diskussion um die Strahlen und ihre Auswirkungen erinnern an die Kämpfe ums Blei-Benzin, um die Atomkraft, um DDT, Asbest  …. Zunächst sind diese Neuerungen hochgejubelt worden, bis man merkte, dass sie ganz klar auch sehr schlechte Nebenwirkungen haben. Bezüglich Strahlungsdiskussion, bzw. Elektrosensibilität muss sich die Geschichte nicht wiederholen. FOG stellt sich nicht gegen die digitale Zukunft, will aber auch die Rückseite der Medaille beleuchten.

Am besten geht dies mit einem Bericht, geschrieben von einer Person aus Gretzenbach, die elektrosensibel ist und im gewöhnlichen Alltag permanent die Auswirkungen der Strahlen spürt. FOG kennt diese Person, verzichtet aber auf die Nennung des Namens, da elektrosensible Personen schnell als Simulanten, Sensibelchen oder ähnlich bezeichnet werden.

Nachdem wir vor vielen Jahren in unser Haus gezügelt sind, konnte ich monatelang kaum schlafen. Ein Bekannter vermutete, dass dies mit Elektrosmog zusammenhängen könnte. Wir haben darauf 2003 eine professionelle Vermessung machen lassen und herausgefunden, dass wir auf dem Stromnetz Hochfrequenz hatten. Nach einer „Elektrosmog-Sanierung“ wurde es deutlich angenehmer und ich konnte wieder schlafen. Später ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich auswärts in der Nähe von Natelantennen oder mit WLAN im Zimmer nicht schlafen konnte.

Die Beschwerden sind auch an einem Anlass aufgetreten, wo versprochen war, dass der Raum strahlungsfrei sei. Nachgemessen haben wir erst, nachdem mehrere Leute Beschwerden hatten. Und tatsächlich war der Raum mit hochfrequenter Strahlung belastet.

Nach einer Übernachtung in einer Berghütte ohne Natelempfang und WLAN bin ich am Morgen trotz nicht sehr angenehmen Bedingungen mit einem klaren Kopf erwacht, mochte gut aufstehen und hatte den ganzen Tag viel Energie. Zu Hause kenne ich dies seit Jahren nicht mehr.
Daher bin ich nach der Arbeit fast täglich im Wald oder fahre an einen Ort, wo ich Zeit in einem Funkloch verbringen kann. Nach ein paar Stunden in einem Funkloch verschwinden die Beschwerden, welche daheim leider rasch wieder da sind.

Inzwischen hat zu Hause die Strahlung von aussen aber so stark zugenommen, dass seit 2019 meine Elektrosensibilität viel schlimmer geworden ist. Ich bin dauermüde und nahe einer Erschöpfung. Bei zu viel Strahlung beginnt der Kopf zu kribbeln, gefolgt von Taubheitsgefühlen, Kreislaufproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsproblemen und Atemschwierigkeiten. Ganz schlimm sind die Löcher danach, welche sich bei vielen Elektrosensiblen erst Stunden später zeigen (vergleichbar mit Sonnenbrand – dieser schmerzt auch erst später). Dann bin ich innerlich sehr nervös, habe Herzrasen, Schlafprobleme, Zuckungen, Depressionen und Weinkrämpfe. Während drei Monaten war ich vom Arzt teilzeitig krankgeschrieben. Er ist überzeugt, dass die Beschwerden mit der Strahlung zusammenhängen und hat darum ein entsprechendes Attest geschrieben.

Zu Hause brauchen wir das Internet übers Kabel, telefonieren mit einem Kabel-Telefon, auch Tablets und Natels werden mit einem Adapter übers Kabel genutzt. WLAN haben wir keines. Das reicht leider nicht: In unserem Haus haben wir neben der Strahlung der Natel-Antennen sehr viele Fremd-WLAN-Netze aus der Nachbarschaft. Bei einer Lebensmittelallergie würde man auf das betreffende Lebensmittel verzichten. Hochfrequente Strahlung wird allen aber rund um die Uhr von Natel-Antennen und anderen smarten Geräten aufgezwungen.

Da ich wegen der Strahlung von aussen seit Jahren nicht mehr erholsam geschlafen habe, bin ich für einige Wochen in den Keller gezügelt. Inzwischen habe ich einen Abschirm-Baldachin für das Bett angeschafft. Leider zahlt die Krankenkasse trotz Arztrezept keinen Beitrag daran. Im Büro sind teure Abschirmstoffe aufgehängt, damit ich in diesem Raum überhaupt noch sein kann. Wirklich wohl ist es mir nur noch im Keller und unter dem Baldachin. Auch rund ums Haus halte ich es nicht mehr lange aus.

In Teilzeit arbeitend kann ich die Büroarbeit von zu Hause aus erledigen. Schwierig sind Sitzungen, bei denen Handys nicht auf Flugmodus gestellt sind. Auswärts arbeiten ist unmöglich geworden. 

Reisen mit Bus und Zug sind inzwischen fast unmöglich geworden, die Beschwerden während und nach der Reise sind sehr gross. Die modernen Wagen verfügen über immer mehr Elektronik. Dazu kommen Handyverstärker und oftmals WLAN. Sehr viele Passagiere haben das Handy eingeschaltet, arbeiten am Tablet oder hören Musik über Bluetooth-Verbindungen. All dies sind Strahlungsquellen, die für Elektrosensible unaushaltbar sind. Viele Elektrosensible verzichten daher seit Jahren auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch das Autofahren wird anstrengend, da v.a. auf Autobahnen und entlang Bahnlinien die Strahlung der Natel-Antennen sehr hoch ist.

Ferien werden zum Spiessrutenlauf. Fast überall wird WLAN zur Verfügung gestellt. Es ist also schwierig, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, wo man einigermassen schlafen kann, selbst mit Abschirmschlafsack. Und manchmal bleibt nur das Essen im Zimmer übrig, da dies im Restaurant unmöglich ist.

In Lebensmittelgeschäften ist die Strahlung so hoch, dass ich nach dem Einkaufen eine längere Erholungszeit brauche. Inzwischen gehe ich kaum mehr selber einkaufen. Früchte Rychard ist aber so hilfsbereit und liefert die Bestellungen nach Hause.

Auch der Besuch von Sportanlässen, Arzt, Optiker, Therapie, Fitness, Coiffeur usw.  ist mit viel Strahlung verbunden. Selbst in den Spitälern ist überall WLAN. Und gemäss Auskunft des Hausarztes sind dort mittlerweile auch die Geräte über Funk verbunden. Da werden Elektrosensible eher krank als gesund.

Während des Lockdowns ist durch die viele Heimarbeit über kabellose Verbindungen die  Strahlungsbelastung nochmals gestiegen. Mit der Einführung der Covid-App wird es nochmals schwieriger, da das Handy immer eingeschaltet sein muss.

Der Corona Lockdown hat für Elektrosensible nicht viel verändert: Sie leben auch ohne Corona-Virus sehr isoliert.

In der Schweiz sind etwa 5 bis 10 % der Personen elektrosensibel. Mit der Aufrüstung der Antennen und immer mehr smarten Produkten wird es zunehmend elektrosensible Personen geben. Wie soll das Leben von Elektrosensiblen in der Schweiz weitergehen? Wohin können wir gehen? Einfach in die Berge zügeln funktioniert nicht. Auch dort sind die meisten Orte bereits verstrahlt.

Verliere  ich wegen der überall vorhandenen Strahlung Hobbies und auch Freundschaften?

Es gibt Lösungsmöglichkeiten, um den Mobilfunk gesundheitsverträglich zu gestalten.
– Im Hausinnern kann verkabelt werden. Dies funktioniert heute schon, mit Glasfaserkabeln würde dies noch schneller gehen.

– Wer WLAN brauchen möchte, kann dies so einstellen, dass die Nachbarn nicht belastet werden (Einstellungen, Lage vom Router im Haus, Abschirmstoff um den Router oder Ecomode-Router brauchen).

– Bei DECT-Telefonen kann Ecomode Plus aktiviert werden, damit diese nur bei Gebrauch strahlen. Darauf achten, dass andere Geräte nicht unnötig strahlen, WLAN deaktivieren, wenn es nicht gebraucht wird (Drucker, Fernseher usw.).
– Im öffentlichen Verkehr sollte es in jedem Zug einen Wagen ohne Funkstrahlung geben, d.h. ohne Handyverstärker, ohne WLAN und mit Handyverbot.

Wichtig ist auch das Angebot an Arbeitsplätzen, Einkaufsläden, Arztpraxen, Coiffeursalons, Hotels, Restaurants, usw., die für Elektrosensible geeignet sind. So können auch Elektrosensible arbeiten, ihren Alltag selber gestalten und auch Ferien machen.

Ich hoffe, dass das Verständnis für Elektrosensible in unserer Gesellschaft wachsen wird und schnell Lösungen gefunden werden.

Links mit weiteren Informationen:
www.diagnose-funk.org und www.elektrosensibel-ehs.de Aktuell werden Unterschriften gesammelt für die Mobilfunk-Initiative www.mobilfunk-initiative.ch

Sind Sie fit für die Monster-Abstimmung?

Wegen Corona ist der Abstimmungssontag vom 27. September ziemlich befrachtet. Es geht um 5 eidgenössische und 2 kantonale Vorlagen plus eine Wahl. Das kann man nur wohl vorbereitet und körperlich fit durchstehen. Hier eine Anleitungshilfe.

Haben Sie sich schon mit den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen befasst? Dann können Sie sicher die Titel der Vorlagen aufzählen. Wie viele Initiativen befinden sich darunter? In welchen Vorlagen spielt das Geld eine sehr wichtige Rolle? Ähnliche Fragen finden Sie unter dem folgenden Link:

https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/wissen-sie-worum-es-am-monster-abstimmungstag-geht-431421.html

Sie haben das Quiz absolviert und sind nun motiviert, damit ist die erste Hürde geschafft. BRAVO!

Ausführliche Informationen zu allen Geschäften finden Sie nun in den zugestellten Abstimmungsvorlagen.

Ohne Energieaufwand – Lesen, Diskussionen … – wird es kaum möglich sein, die informationen aufzunehmen, zu analysieren und zu einer Entscheidung zu kommen. Es braucht also körperliche Fitness. Dafür bieten sich zwei bekannte Grössen aus dem Sportbereich an:

Viktor Röthlin, Europameister im Marathon im Jahre 2010, hat ein Lauftraining vorbereitet, hier kommen Sie zu den einzelnen Trainingseinheiten:

https://www.bluewin.ch/de/leben/fit-gesund/rennen-schoggi-sex-mit-viktor-roethlins-tipps-laeuft-sich-leichter-409487.html

Wenn Sie ein abwechslungsreicheres Programm wünschen empfiehlt sich: Fit mit Adriano. Der TV-Langlaufexperte Adriano Iseppi richtet sich eigentlich an ältere Semester, das Programm ist aber so vielseitig, dass auch jüngere Jahrgänge ins Schnaufen kommen.

https://www.srf.ch/play/tv/sendung/fit-mit-adriano?id=938a46b3-8224-492f-843b-ba36b40e0388

Zu beachten gilt jetzt noch, dass das persönliche Einlegen der Stimmunterlagen in die Urne nur noch am Sonntag zwischen 11.00 und 12.00 möglich ist.

Von Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der USA, stammt folgendes Zitat, das sich auch auf Abstimmungen anwenden lässt:

«Wahlen gehören den Menschen. Es ist ihre Entscheidung. Und wenn sie entscheiden, dem Feuer den Rücken zuzukehren und sich den Hintern zu verbrennen, dann müssen sie nachher eben auf ihren Blasen sitzen.»

Um das zu vermeiden, bleibt nur eines übrig. Gehen Sie abstimmen! Und vergessen Sie nicht: Nach der Abstimmung ist vor der nächsten Abstimmung / HS

Von der Quelle bis zur Aaremündung – ein Spaziergang mit ungeahnten Folgen

Am Anfang stand die Idee, den ganzen Gretzenbach abzulaufen und ihn zu fotografieren. Herausgekommen sind neben den Bildern viele Unklarheiten  und neue Erkenntnisse.

1. Wie heisst unser Bach korrekt?

So vielfältig wie seine Namen ist der Bach selber

Zur Auswahl stehen die folgenden Möglichkeiten:
Der Gretzenbach / Gretzenbacherbach / Dorfbach / Wissbächli
Der Gretzenbach heisst er auf der Informationstafel, die den renaturierten Bachlauf oberhalb der Einmündung in die Aare erklärt. Auch auf den kantonalen Unterlagen ist der Gretzenbach geschrieben.
– Die Version Gretzenbacherbach ist die umgangsprachliche, die es seit langer Zeit schon gibt.
– Auf der Lehrpfadtafel im Täli ist er als unser Dorfbach angespriesen.
– Auf Google Maps ist es bis zur Aare das Wissbächli. Dieses fliesst oberhalb des Zingg in den Bach, der von Safenwil herkommt. Einen Namen für diesen Abschnitt bis zum Quellgebiet bei Safenwil gibt es offenbar nicht.
Der Name Wissbächli ist bereits auf alten Karten zu finden, beschränkt sich aber auf den Abschnitt bis zum Zingg.

2. Wo entspringt der Bach?

So tritt der ‚Safenwilerbach‘ an die Oberfläche

Aus dem Köllikerwald speisen einige Quellen das Wissbächli, das oberhalb des Zingg in einen anderen Bach fliesst, der von Safenwil her kommt. Für diesen Abschnitt ist kein Name eingetragen. Der ‚Safenwilerbach‘ wird im Wald gefasst  und tritt dann am Waldrand ganz plötzlich aus einer Röhre. Eigenartig ist, dass oberhalb des Einlasses ein trocken gelegter Bachlauf erkennbar ist, der aber weiterhin dem Waldrand nach verläuft.

3. Was bedeutet Gretzenbach?

Auch hier gibt es 3 verschiedene Erklärungen:
– Die bekannteste Deutung ist, dass der Ursprung des Namens auf die Kelten zurückgeht und ‚Der Hof des Grezzo‘ bedeutet.
– Das schweizerdeutsche Wort Gretz / Gretzi / Gretze umschreibt einen jungen Baumspross, eine Rute oder Gerte und auch Reisig.
– Nach dem Werdenberger Namenbuch – das ist eine neue Interpretation – ist eine Gretze eine Reuse = trichterförmig geflochtener Behälter, der in die Bachströmung gelegt wird zum Fischfang.

4. Warum gibt es keinen Rastplatz, bzw. Rundweg entlang des Baches?

Hier könnte ein schöner Rastplatz sein

Es hat zwischen dem Täli und der Gröderstrasse mehrere Bänkli zum Verweilen, bei einem hat man die Sträucher direkt vor der Nase, die übrigen haben eine freiere Sicht.
Ein Rundweg von der Mündung zur Quelle wäre eine tolle Idee, aktuell verläuft nur zwischen dem Täli und der Gröderstrasse ein Weg entlang des Baches, der restliche Teil fliesst ziemlich unbemerkt durch die Landschaft. Überhaupt sind die Böschungen sehr stark verbuscht, der Bach ist daher kaum zugänglich, bzw. sichtbar.
Möglichkeiten für einen Rastplatz bietet der Abschnitt zwischen Zingg und Gröderstrasse auf der linken Seite.

5. Woher hat der Zing-Weiher sein Wasser?

Das Wasser für den Weiher kommt nicht vom Bach, sondern wird zugeführt

Der Zinggweiher wird von Quellwasser aus dem Köllikerwald gespiesen, vom Gröderwald kommt eine eher unbedeutende Wassermenge. Ursprünglich fasste die Familie Bally diese 5 Quellen und führte das Wasser in einer eigenen Leitung nach Schönenwerd. Beim Bau des Schulhauses 57 ist diese Wasserleitung unterbrochen worden. Seit der Erstellung des Zinggweihers wird dieses Quellwasser nun unter dem dem Gretzenbach / Wissbächli durch in den Weiher geführt.
Der Weiher könnte wieder mal eine Putzete vertragen.

6. Wie ist der Zustand des Baches?

Aktuelle Bauarbeiten am Bach

Der Kanton Solothurn hat 2014 die Qualität seiner Fliessgewässer erfasst, das Kartenmaterial kann abgerufen werden.
Gemäss der Karte Ökomorphologie wird der Bach als wenig beeinträchtig eingestuft, es hat also eher wenige Verbauungen, die die Bachsohle und die Ufer in der natürlichen Ausgestaltung beeinträchtigen, aber es hat. Zum Beispiel sind für die Räder der Mühlen Schwellen erstellt worden, die heute noch stehen und daher die Durchgängigkeit für Fische unterbinden. Und die Uferbereiche werden durch landwirtschaftliche Nutzung, Privatareale … in der Breite sehr stark begrenzt. Daher werden das ökologische Potential und die landschaftliche Bedeutung des Baches nur als mittel eingestuft. Der Spaziergang hat bezüglich Landschaftselement  jedoch den Eindruck vermittelt, dass hier ein Juwel seine Beachtung nicht erhält, das es eigentlich verdiente.

7. Wie sieht es aus mit der Tier- und Pflanzenwelt?

Tanzt auf dem Wasser: Der Wasserläufer

Der Zinggweiher ist ein absolutes Froschparadies. Wasser bedeutet aber auch Wasserläufer, Libellen …. Fische sind wegen der Schwellen nicht anzutreffen. Von den Säugetieren ist es der Biber, der sichtbare Spuren hinterlässt.
Der dichte Bewuchs der Ufer hat den Vorteil, dass sich das Wasser nicht allzu sehr erwärmt – Wassertiere vertragen Wärme meistens schlecht. Es braucht aber ein Wechselspiel von lichten und schattigen Passagen, so dass sich auch eine Wasserflora entwickeln kann. Auf die ganze Bachlänge herrscht aber Beschattung vor.
Weiter machen sich im Uferbereich Neophyten bemerkbar, was schön anzusehen, aber nicht der richtige Standort ist. Im Wald ist die Situation diesbezüglich jedoch viel dramatischer.

8. Ist unser ‚Bach‘ tatsächlich vielfältig? / HS

Eine geballte Ladung und die verschwundene Identität

Petrus ist im August nicht sehr lieb mit uns gewesen, dafür steht Gretzenbach in der Beliebtheits-Hierarchie über Schönenwerd: Bilder voller Energie und Schmunzeleffekt.

Das Bild zeigt den aufziehenden Hagelsturm, der am 16. August in Gretzenbach erhebliche Schäden angerichtet hat. Deutlich erkennbar ist in der Bildmitte (gegen den rechten Bildrand hin) das KKG. Der Schlauch hat etwa die Stadtgrenze von Aarau erreicht, das vor allem sehr heftige Regengüsse verzeichnet hat. Eppenberg hingegen ist verhagelt worden. Die Köllikerhöhe wiederum ist vom Hagel verschont geblieben.
Das Bild ist zugeschickt worden, die Urheberschaft der Foto konnte nicht ermittelt werden.
Wer von Schönenwerd über die Weidengasse nach Gretzenbach fährt, bekommt den Eindruck, die beiden Dörfer hätten fusioniert: Das Ortsschild fehlt, es klafft ein Loch. Von der Gretzenbacher-Tafel fehlt jede Spur, die Schönenwerder-Tafel liegt immer noch am Boden. Da kann man nur sagen: 1 : 0 für unser Dorf. / HS

Und dann kam der grosse Hagel

Praktisch unangemeldet prasselte am 16. August ein gewaltiger Hagelschauer auf Teile des Niederamtes. Besonders betroffen dabei wurden – neben Gretzenbach – die Gebiete von Niedergösgen und Stüssligen. Hier ist sehr starker Hagel zu verzeichnen gewesen.

Die Webcam von Erlinsbach hat das aufziehende Unwetter und den Hagelsturm aufgezeichnet, es ist gewaltig.

Der Ernteausfall wird sehr hoch ausfallen, zudem sind einige Autos ziemlich ‚verbeult‘ worden.

Die Natur reagiert anders auf die Hagelschäden: Das Nahrungsangebot ist viel grösser geworden und das wird unter Umständen mit erheblichem Einsatz verteidigt ….
…. und die Pflanzen bilden bereits neue Triebe. / HS

Wie umgehen mit den Jungschwänen?

Sie sind die Attraktion, da sie kaum scheu sind. Es sind trotzdem Wildtiere und keine Stofftiere: Die herzigen, flauschigen Jungschwäne im Ballypark.

Das Schwanenpaar im Ballypark hat vor gut 2 Monaten Nachwuchs bekommen, die graue Farbe der Jungschwäne lässt diesen Schluss zu. Bei den Schwänen ist es so, dass sich das Weibchen vollständig um die Brutpflege kümmert, während das Männchen für die Revierverteidigung zuständig ist. Mehrere Personenaussagen schildern nun, dass im Juni das Männchen von einem (frei laufenden?) Hund tot gebissen worden ist, der für die Jungtiere offenbar zur Gefahr geworden ist.

Die Mutter ist zwar in der Nähe, die Jungschwäne sind aber oft sich selber überlassen. Im Normalfall verbleiben Jungtiere rund 5 Monate in der Obhut der Elterntiere.

Auf Grund der Situation haben einzelne Tiere die Scheu vor dem Menschen ziemlich abgelegt, sie lassen sich füttern und auch berühren. Damit sind sie zur Park-Attraktion geworden. So härzig das isch und Föteli fürs Familiealbum git: Für die Schwäne kann das gefährlich werden:

– Ohne natürliche Scheu verlernen sie zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, sie können künftige Angriffe nicht erkennen.

– Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus pflanzlicher Nahrung, sowie zu einem kleineren Teil aus Wasserinsekten, kleinen Fischen, Schnecken und Amphibien.  Brot, salzige Chips etc. gehören nicht zu diesem Speiseplan und belasten den Verdauungstrakt.

– Fütterung in Zeiten des Überflusses machen eine Fütterung im Winter erst recht nötig, wenn sie schadlos durch diese Zeit kommen wollen.

Darum: Hände weg von den Tieren! Auch Kinder müssen den Unterschied kennen lernen zwischen Haus-, Nutz- und Wildtier.

Die Jagd- und Wildhut von Schönenwerd ist informiert und beobachtet die Situation.

Wie seht die Situation des Weibchens aus? Schwäne bleiben sich das ganze Leben treu. Die Wahrscheinlichkeit, dass es nochmals einen Partner findet, ist also gering. Damit wird dieses Revier frei für ein neues Paar. Das wird wahrscheinlich kein Tier aus diesem Gelege sein, da bis zur Geschlechtsreife 3 – 4 Jahre vergehen. / HS

Wieder freie Sicht auf Niedergösgen

In einem halben Jahr wird der Eppenbergtunnel eröffnet. Zu Beginn ist sichtbar immer viel los gewesen, jetzt finden die kleinen Veränderungen statt. Die Arbeiten sind immer noch auf Kurs.

Das Coronavirus hatte selbst im Eppenbergtunnel zugeschlagen: Der Baustellenstopp galt auch für die SBB , sie rechnen aber immer noch mit der rechtzeitigen Eröffnung des Tunnels auf den Fahrplanwechsel hin im Dezember.

Beweis für das fortgeschrittene Baustadium ist die Baustelle Wöschnau: Sie ist beinahe vollständig rückgebaut, die Fläche wird wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Und damit sind die Kirchen von Niedergösgen und Aarau wieder sichtbar: Der Mount Eppenberg – er hatte seit 2015 die Sicht versperrt – existiert nicht mehr. Gelegenheit, ein bisschen Revue passieren zu lassen, was in den letzten Jahren im und um den Tunnel herum passiert ist.

Die SBB unterhalten eine Webseite zum Eppenbergtunnel mit Filmen aus den Jahren 2015 – 19

Das Oltner Tagblatt hat für den Eppenbergtunnel eine Thema-Seite eingerichtet.

Hier noch einige youtube-Filme. / Fotos + Text: HS

Der Bankomat bleibt im Dorfe

Wird man auch in Zukunft Geld im Dorf beziehen können oder muss man deswegen bis in den Grund hinunterlaufen? Diese Frage beschäftigte seit mehr als einem Jahr Gretzenbach. Die Antwortet lautet: Bis auf weiteres bleibt er am alten Standort.

An der Generalversammlung im März 2019 fragte ein Genossenschafter, ob es stimme, dass der Bankomat vom alten Standort neben dem Spar in den Grund gezügelt werden solle. Die Antwort war ein Ja und danach herrschte grosse Aufregung, weil besonders für ältere Menschen dies ein sehr ungünstiger Standort sei.

Nun, mehr als ein Jahr später ergab eine Rückfrage bei Stefan Scherer, Präsident des Verwaltungsrates der Raiffeisenbank Däniken – Gretzenbach:

‘Der Bankomat wird bis auf Weiteres am gewohnten Standort weiter betrieben, solange dieser den sicherheits- und abwicklungstechnischen Anforderungen genügt. Wir gehen zum heutigen Zeitpunkt davon aus, dass dies noch einige Jahre der Fall sein sollte und der Hersteller allfällige Anpassungen und Reparaturen gewährleisten kann.’

Zum Umdenken hat geführt, dass u.a. die Baukommission der Einwohnergemeinde Gretzenbach den vorgesehenen neuen Standort nicht bewilligte und die Parkplatzbenutzung vor den Einkaufsgeschäften im Grund einer Verkehrsbegrenzung unterliegt. Der Bankomat hätte sicher zu einer Erhöhung des Verkehrsfrequenz geführt, was zur Überschreitung der maximalen Fahrzeugdurchfahrten hätte führen können.

In naher Zukunft ändert sich also nichts. Was danach geschieht ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

Wie sieht dereinst das Dorfzentrum aus, das aktuell in einem Planungsverfahren ist? Für die Raiffeisenbank ist dabei die Frage wichtig, ob der Durchgangsverkehr auf der Köllikerstrasse erhalten bleibt, der wichtig für die Nutzung des Bankomaten ist. 

Stefan Scherer: Entscheidend für den Betrieb eines Bankomaten ist eine genügend grosse Anzahl Bezüge, damit die Betriebs- und Investitionskosten gedeckt werden können.

Von Bedeutung ist auch, wie lange noch Bargeld beim Einkauf eingesetzt wird.

Corona könnte auch in dieser Hinsicht ein bedeutendes Wörtchen mitreden. Aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus haben die Abwicklungen von bargeldlosen und kontaktlosen Zahlungsmitteln in letzter Zeit deutlich zugenommen. Und vielleicht wird auch hier Realität, was man sich im letzten Jahrhundert mit den Telefonzellen und der Postfiliale überhaupt nicht hatte vorstellen können: Sie verschwanden, weil man sie nicht mehr brauchte. / HS

Mitgliederporträt: Helene von Däniken

«Fokus Gretzenbach» (FOG) lebt von seinen Mitgliedern. Aus diesem Grund stellen wir an dieser Stelle in loser Reihenfolge Personen vor, die sich bei FOG engagieren. Heute im Fokus: eine Ur-Gretzenbacherin.

Helene, dein letzter grosser Ärger war? Ich ärgere mich nicht so schnell. Aber wenn ich im Wald unterwegs bin, ärgere ich mich über liegengebliebenen Abfall.

Wann hast du dich das letzte Mal gefreut? Ich freue mich täglich über Kleinigkeiten.

Wie verbringst du deine Freizeit? Im nahen Wald drehe ich gerne meine Walking-Runden, zudem lese und reise ich gerne.

Hast du Vorbilder? Wenn ja, wer war es? Unsere Mutter – sie hat uns 8 Kindern sehr viel auf den Lebensweg mitgegeben.

Wie lautet dein Lebensmotto? Es chont wie’s chont.

Was hat dich Corona gelehrt? Wir gehören zur Risiko-Gruppe und verhalten uns auch dementsprechend. Wir arrangieren uns mit dem Machbaren. Was am meisten fehlte, sind die sozialen Kontakte und auch das Hüten der Enkelkinder. Darum ist die Freude beiderseitig riesig, dass wir uns wieder umarmen dürfen.

Seit wann bist du Mitglied von FOG? Ich bin seit 1992 Mitglied.

In welcher Funktion warst für FOG tätig? Ab 1993 war ich 16 Jahre in der Baukommission, davon 12 Jahre als Präsidentin. In dieser Zeit war ich auch einige Jahre im Bürgerrat.

Wie bist du auf FOG aufmerksam geworden? Durch meinen Bruder Urs Schenker.

Warum engagierst du dich bei Fokus Gretzenbach? Ich bin am Geschehen in unserem Dorf interessiert.  

Wo befindet sich dein Lieblingsplatz? Mein Lieblingsplatz ist ganz klar der Rastplatz, der meinen Eltern Franz und Marie Schenker-Nünlist gewidmet ist. Von diesem Ort aus hat man eine wunderbare Sicht über unser Dorf mit dem Jura in der Ferne. Er befindet sich in der Weid, am Waldrand neben dem Weg zum Fraubrünneli.

Warum ist FOG für Gretzenbach wichtig? Weil die Partei in unserer Gemeinde aktiv ist und somit keine überparteiliche Meinung vertreten muss.

Was wünschst du dir für die Zukunft von FOG? Neue Mitglieder wären schön und viel Erfolg bei den nächsten Gemeinderatswahlen.

Was zeichnet Gretzenbach aus? Ich bin in Gretzenbach aufgewachsen und für mich ist das «mein Dorf». Ich kenne viele Leute und Geschichten und weiss noch einiges von früher. Das hat mir in meinen Ämtern auch ab und zu geholfen.

Gibt es etwas, das dir in Gretzenbach fehlt?
Das Dorfzentrum sollte aufgewertet werden.

Für welche Themen / Anliegen möchtest du dich künftig einsetzen? Seit März 2020 bin ich wieder im Bürgerrat und möchte mich für unser Dorf und – von der Bürgergemeinde her – für das Dorfzentrum mit dem Einkaufsladen einsetzen.

Was wünschst du dir für die Zukunft von Gretzenbach? Ein sanftes Wachstum und dass der Dorfgeist bewahrt wird.

Zum Schluss: Warum soll man FOG beitreten bzw. sich dort engagieren? Wenn man sich für’s Dorfleben interessiert und sich politisch einbringen will, ist das eine gute Sache. Man hat auch so die Möglichkeit z.B. in einer Komission mitzuarbeiten.

Einsprachen gegen die Mobilfunkanlage abgewiesen

Die Baukommission hat beide Begehren gegen die Auf-, bzw. Umrüstung der Mobilfunkanlage am Parkweg 1 abgewiesen. Dieser Entscheid ist mit Datum 18.5.2020 den Einsprechern zugestellt worden. Seither läuft die 10tägige Einsprachefrist.

1997 erteilte die Baukommission der damaligen Telecom PTT die Baubewilligung für eine Basisstation mit Antennenmast am jetzigen Standort.

Im vergangenen Jahr hat der Nachfolger der PTT – die Swisscom – die Anlage auf 5 G umgerüstet. Es wurde kein Baugesuch für die Umrüstung eingereicht, weil dies als Bagatellverfahren eingestuft wird. Dagegen sind Einsprachen eingegangen, die verlangten, dass für die Umrüstung ein ordentliches Baubewilligungsgesuch einzureichen sei.

Im Juni 2019 haben die Sunrise Communications AG und die Salt Mobile SA ein Baugesuch eingereicht, am bestehenden Antennenmast eine eigene Funkanlage zu installieren. Auch dagegen sind Einsprachen eingegangen, für beide Projekte zusammen waren es über 100 Unterschriften.

Eine Beschwerde gegen Bauprojekte ist mit einem Kostenvorschuss verbunden, den die federführenden Personen der Unterschriftensammlungen sich nicht leisten können. Ob die beiden Projekte (Umrüstung auf 5 G, bzw. Aufrüstung von Sunrise / Salt) damit aus dem Schneider sind, hängt ab von:

– der Einhaltung der Einsprachefrist bis zum 28.5.2020 beim Kanton Solothurn.

– der Bereitstellung eines Kostenvorschusses von plus / minus 1000.-

– der Initiative von einer oder mehrerer Personen, die Beschwerde weiterzuziehen.

Im anderen Fall darf die Mobilfunkanlage bei der Tunneleinfahrt rechtsgültig auf-, bzw. umgerüstet werden. Die Antennenmodule von Sunrise / Salt sind offenbar schon montiert. / HS

Wie viele Bäume sind 1’500 Ster Holz?

Aktuell wird Schadholz aus dem Gretzenbacher Wald entfernt. Ursache für die Aktion sind ein Sturm, ein Käfer und die warmen Temperaturen.

Seit letztem Montag ist es laut im Wald ob dem Tröchnihus. Der schrille Ton von Kettensägen und das Knirschen und Krachen von fallenden Bäumen sind unüberhörbar. Schadholz wird gefällt und herausgenommen. Zum grössten Teil sind es Fichten, die der Hitze des vergangenen Sommers zum Opfer gefallen sind. Und 2018 hatte der Sturm Burglind für viel Fallholz gesorgt, ideal für die Ausbreitung des Borkenkäfers, der die geschwächten Bäume angreift.  Das Erkennungsmerkmal, ob ein Baum frisch angefallen worden ist, zeigt sich am bräunlichen Sägemehl am Fusse des Baumes.

Der Klimawandel wird die Waldlandschaft erheblich verändern, zu den Verlierern gehört die Fichte, die den Beinamen ‘Brotbaum des Waldes’ trägt. Zu dieser Ehre ist sie wegen ihrer Vielseitigkeit gekommen und deswegen wurde sie auch lange Zeit intensiv angepflanzt. Sie ist: Weihnachtsbaum, Geburtsbäumchen, 1. – Mai – Baum, Telefonstange, und sie eignet ideal für den Häuserbau und für Furnierholz. Selbst arg verdorrte Bäume finden noch Unterschlupf in der Spanplattenproduktion.

Gerechnet wird mit 1’000 – 1’500 m3 Schadholz, was bis zu 500 Bäumen entspricht. Der Wald wird also nicht so schnell zur Ruhe kommen. / HS

Mein Trainingsalltag während der Corona-Krise

Das Training während der Corona-Pandemie ist für ambitionierte Sportler und Sportlerinnen – auch in Gretzenbach – massiv eingeschränkt worden. Wie sieht der Trainingsalltag unter solchen Umständen aus? Die Sportschützin   Larissa Donatiello gewährt Einblick in das ‘Schiessen’ zu Hause.

Der Höhepunkt der Luftgewehrsaison ist für die Schützinnen und Schützen die Schweizermeisterschaft, welche jeweils anfangs März stattfindet. Dieses Jahr stand dieser Anlass wegen der Corona-Krise auf der Kippe. Wo in anderen Ländern der Virus schon seit längerem kursierte, begann in der Schweiz dieser böse Traum erst. Der Schweizer Schiesssportverband (SSV) hatte daher zusammen mit den kantonalen Behörden entschieden, den Anlass unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit einer maximalen Anzahl von 150 Personen doch noch durchzuführen, was heute unvorstellbar wäre. (Anm: Larissa gewann Bronze bei den U 17.)

Seit diesem Zeitpunkt hat sich für mich einiges verändert. Eine Woche später verfügte der Bundesrat den ”Lockdown”. Zurzeit absolviere ich das 2. Oberstufen-Schuljahr an der Talentförderklasse der Sportschule in Solothurn. Gewöhnlich stehe ich um 05.00 Uhr auf, damit ich den 06.10-Zug in Däniken erwische, welcher mich via Aarau nach Solothurn zur Schule fährt. Seit dem 16. März 2020 kann ich etwas länger liegen bleiben, da ich mir den Weg zur Schule sparen kann. An der Talentförderklasse arbeiten wir fast ausschliesslich mit dem iPad. Das heisst, die Lehrer stellen uns die Aufgaben auf das iPad, Lernziele werden auch auf diesem Tablet geschrieben. Somit war das ”Homescooling” für mich keine grosse Umstellung, ausser, dass ich physisch nicht in Solothurn, sondern zu Hause in Gretzenbach die Lektionen absolviere. Jedoch fehlen mir meine Schulkameraden sehr.

Ganz anders sieht dafür mein Trainingsalltag rund um’s Schiessen aus. Ende März startet jeweils die Outdoor-Saison mit dem Kleinkaliber. Es wäre ein Trainingslager in Locarno und ein Trainingsweekend in Magglingen vorgesehen gewesen. Diese mussten jedoch, so wie viele andere Schiessanlässe, abgesagt werden.

Seit dem 16. März 2020 konnte ich noch keinen Schuss mit dem Kleinkaliber abgeben. Der SSV hat die Weisung herausgegeben, bis Ende Mai 2020 jeglichen Schiessbetrieb einzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen alle Sportstätten (und vieles anderes) geschlossen bleiben. Jegliche Vereinsaktivitäten sind verboten.

Die Einstellung des Schiessbetriebs bis Ende Mai hat grosse Auswirkungen auf den Wettkampfkalender und auf zahlreiche weitere Anlässe. Sowohl national, wie auch international wurden Wettkämpfe bereits abgesagt, fast täglich erreicht mich die Meldung von weiteren Absagen. Dieses Jahr hätte das Eidgenössische Schützenfest stattfinden sollen, ein Highlight auch für den Breitensport, welches nun um ein Jahr verschoben wurde.

Trockentraining, Trockentraining, Trockentraining

Für uns Schützinnen und Schützen gilt es, in irgendeiner Form die Motivation und die Leistungen hochzuhalten. Mein Trainingsalltag setzt sich aus dem Kraft-Ausdauerbereich und dem Trockentraining zusammen. Trockentraining bedeutet: Man trainiert die diversen Stellungen (kniend, liegend, stehend) in der vollen Montur zu Hause an einem Ort,  wo ausreichend Platz ist, und zielt auf einen Punkt, welcher auf die jeweilige Distanz, die einem zur Verfügung steht, skaliert wird. Das heisst, der Punkt erscheint exakt so gross, wie wenn ich auf die gewöhnliche Distanz von 50m im Kleinkaliber oder 10m im Luftgewehr schiessen würde.

Dafür ist das Sportgerät ist mit einem Scatt-Gerät ausgestattet. Ein elektronischer, optischer Sensor wird am Lauf des Sportgeräts befestigt. Der Schütze zielt dann auf die Scheibe. Eine Ablaufverfolgung des Zielpunktes kann dann in Echtzeit auf einem Bildschirm verfolgt werden. Beim Betätigen des Abzugs wird dann der Auftreffpunkt auf dem Bildschirm angezeigt. Alle Ergebnisse der Trainingseinheit können zur späteren Analyse aufgezeichnet werden. Selbst in einem Raum mit normaler Grösse können so jede Art von Waffe benutzt und Schüsse auf die realen Entfernungen simuliert werden.

Zwischenzeitlich haben diverse Veranstalter Online-Wettkämpfe organisiert. Jeder Schütze schiesst das Programm zu Hause mit dem Scatt und sendet anschliessend das Resultat dem Organisator. So entsteht im eher tristen Trainingsalltag doch noch etwas Wettkampf-Feeling.

Gestern gab der Bundesrat grünes Licht, dass mit den nötigen Schutzmassnahmen das Schiessen ab dem 11. Mai 2020 wieder möglich sei. Ich freue mich jetzt schon, wenn ich in unserem Schützenhaus im ”Zingg” richtige Schüsse abgeben darf.

Larissa Donatiello, 30. April 2020

Mit neuem Gewehr in die neue Saison

Das Projekt ‘I believe in you’ ist eine weltweite Crowdfundingplattform im Sportbereich. Die Sponsorengelder, die über diese Plattform – vor Ablauf der Aktion – gesammelt werden konnten, erlauben es Larissa, sich ihr neues Kleinkalibergewehr anzuschaffen. In diesem Sinne: Gut Schuss. / HS


Wir bleiben noch lange zu Hause – leider!

Die Jungbürgerinnen und Jungbürger des Jahrganges 2001 haben es bereits vorgelebt: Sie sind zu Hause geblieben und haben keine Gegenstände entführt, worüber sich sicher viele Hauseigentümer gefreut haben.

Als der Bundesrat am 29. April 2020 verkündet hat, dass alle Veranstaltungen über 1000 Personen bis zum 30. August 2020 untersagt werden, sind sicher die ersten Zweifel aufgekommen. Inzwischen ist es definitiv: Das Beizilifest 2020 wird um ein Jahr verschoben. Das neu angeschaffte Elektromaterial kommt also noch nicht zum Einsatz.

Und auch auf der Webseite des Vereins ‚Behindertensporttag‘ steht bereits der Vermerk: Verschoben auf 2021.

Corona du …. Wir FREUEN UNS TROTZDEM AUF DIE NÄCHSTEN ANLÄSSE, DIE WIR WIEDER BESUCHEN DÜRFEN! / HS

Ich bin 91 und immer noch nicht pensioniert

Schuhdesigner, Künstler, Dauerarbeiter und Lebensphilosoph – das ist Paul Gugelmann. Ein Besuch bei ihm aus Anlass seines 91. Geburtstages und des 25-Jahr-Jubiläums seines Museums in Schönenwerd.

Man kennt seinen Namen im Dorf und man ist sich vor Jahren am Pferdemarkt von Saignelegier begegnet, der Telefonanruf bei ihm verläuft trotzdem überraschend kurz. Er nimmt die Anfrage entgegen, sagt zu und nach wenigen Sekunden steht der Termin für einen Besuch fest. Eines wird klar: Paul Gugelmann ist ein Mensch voller Energie, wach und präsent. Und er ist sich Medienkontakte gewohnt.

Das Markenzeichen von Paul Gugelmann sind seine schwarze Kleidung, sein Wuschelkopf und seine offene Art. Der Empfang fällt unkompliziert aus. Es folgt das Beschnuppern im Wohnzimmer. Doch schnell mal geht es ins Atelier. Dieses liegt direkt neben der Küche, eigentlich ein Zimmer mit Blick auf den Garten. Auffällig ist die Ordnung, die herrscht, und es ist nicht überfüllt. Gut, die groben Arbeiten erledigt er nicht mehr selbst. Dennoch verblüfft die Einfachheit im Vergleich zum Witz und dem Glanz, den seine Figuren und Maschinen vermitteln.

Wir vereinbaren, dass er normal arbeitet. Kein Problem. Er holt ein Blech, schneidet aus, hämmert es in Form, erwärmt es. Seine Vorliebe gilt dem Messing, weil es durch die Bearbeitung so schön patiniert und rostfrei ist. Seine Arbeitstechniken sind einfach: Schneiden, treiben, löten. Aber es sind aufwändige Techniken, weil alles von Hand gemacht ist.

Der Materialwert seiner Objekte muss hoch sein, der Verkauf seiner Maschinen war trotzdem nie ein Thema: ‘Ich wollte nie etwas verkaufen, um Geld zu verdienen. Denn dann wären die Händler gekommen und hätten einen viel höheren Preis verlangt. Das wollte ich nicht. Wenn ich aber alles rechnen würde, hätte ich den Lohn einer Putzfrau,’ soweit Paul Gugelmann

Nur Personen oder Institutionen, die ihm etwas bedeuten, können seine Objekte erwerben.

Sein Werken ist für den Fotografen inszeniert. Er verrät, dass das Fernsehen ihn einmal eine Woche lang begleitet und daraus einen 10minütigen Film gemacht hat. Und seine Meinung über Fotografen ist, dass die manchmal sehr kompliziert seien. Entweder verläuft diese Session anders oder er lässt sich nichts anmerken, auf jeden Fall macht er mit und nimmt die Anweisungen entgegen.

Nach etwa einer Stunde meint er aber bestimmt: ‘So, jetzt ist Schluss!’ Wir gehen zurück ins Wohnzimmer und schnell wird klar. Zum Fachsimpeln gehört ein Getränk dazu, es ist nicht Wein: ‘Wegen des Tannins kann ich keinen Wein trinken, darum schenken mir die Leute immer Schnaps. Mein Schrank ist voll davon. Darf es ein Zwetschgenschnaps sein?’

Überall stehen Objekte seines Schaffens, so auch die Figur Jedermann, die die Vergänglichkeit des Lebens symbolisiert, die für ihn zum Alltag gehört: ‘Es ist gut, dass jeder irgendwann gehen muss. Als einziger übrig zu bleiben, das wäre nicht schön. Der Tod ist kein schlimmer Gedanke für mich.’

All seine Objekte trägt Paul Gugelmann bereits im Kopf mit sich, bevor sie Realität werden. Eine Zeichnung fertig er an, das ist alles – kein Plan, nichts, nur die Vorstellung im Kopf.

Darum ist er auch noch nicht pensioniert, wie er von sich selbst sagt. Täglich ist er in seinem Atelier an seinen Objekten. Früher hat er seinen Beruf gehabt und daneben die Maschinen entworfen, von 5 Uhr morgens bis Mitternacht. ‘Jetzt arbeite ich von 7 Uhr bis 10 Uhr abends. An der Arbeit muss man Freude haben.’ Die hat Paul – inzwischen sind wir beim DU angelangt –  offensichtlich immer noch. Die Vorstellung, nicht mehr arbeiten zu können und vielleicht in einem Altersheim vor sich hinzudämmern, ist für ihn eine grauenhafte. Er stellt die Situation pantomimisch dar. Die Geste sieht lustig aus, aber sie ist für Menschen seines Alters oft bittere Realität. Paul Gugelmann ist sich seiner privilegierten Situation bewusst.

Darum beschäftigt ihn, wie andere Menschen mit der Pensionierung umgehen. Er rät mir eindringlich, mich auf diesen Schritt vorzubereiten: ‘Ich kenne viele, die gesagt haben:  Ich mache nach der Pensionierung nichts mehr!’, und die auch nichts mehr gemacht haben. Das ist furchtbar. Und es gibt auch jene, die in ihrem Arbeitsalltag auf die Pensionierung warten, das ist schrecklich!’

Vor 25 Jahren ist sein Museum in Schönenwerd eröffnet worden. Zuvor sind all seine Maschinen bei zu ihm Hause in Kisten verpackt herumgestanden. In der alten Kornschütti haben einige von vielen ein Zuhause erhalten, die andern sind immer noch in seinem Haus. Was hält er von seinem Museum? ‘Ich hätte damals nie gedacht, dass das Museum so lange Erfolg haben wird; dass sich so viele Freiwillige für Führungen finden lassen und dass so viele Besucher kommen!’

Paul Gugelmann ist ein scharfer Beobachter und das findet sich in seinen poetischen Maschinen wieder. Sein Blick geht aber darüber hinaus. Hier ein paar Stichworte:

Digitalisierung: Das brauche ich nicht, ich habe nie einen Computer gehabt. Aber für die Weiterentwicklung der heutigen Zeit ist sie absolut nötig.’

Religion: ‘Ich bin reformiert und zahle meine Steuern, damit andere davon profitieren. Aber ich gehe nicht in die Kirche.’

Technisches Verständnis: ‘Als Werbe-Designer habe ich viel von meinem technischen Verständnis profitiert. Ich konnte dann selbst an die Nähmaschine sitzen und die Realisierbarkeit beweisen, wenn es wieder mal geheissen hat: Das geht nicht!’

In der Küche hängt eine Urkunde der Gretzi Chuchi, die ihn als Ehrenmitglied auszeichnet. Er ist häufiger, aber nicht regelmässiger Gast. ’Dann helfe ich mit. Ich kann aber kochen, meine Frau ist verstorben.’

Der Besuch geht zu Ende. 2 Bilder bleiben in Erinnerung:

Paul Gugelmann steht bei der Verabschiedung im Rahmen der Garagentüre. Der Blick ist fixiert, die Arme sind in die Hüften gestemmt, die Füsse fest auf dem Boden.

Und das Loch in der Glasscheibe des Ateliers, entstanden durch ein Metallteil, das bei Schleifen weggeschleudert worden ist.

Beide Bilder zeigen einen Menschen voller Überzeugung, Energie, kritischer Distanz, Selbstbewusstsein und Tatendrang.

Alles Gute zum Geburtstag. / HS

Vielseitiges Corona – Die Auflösung

Corona ist mehr als nur ein Virus.: Bier und ….. Lesen Sie jetzt die Erklärungen des vielseitigen Begriffes ‚Corona‘.

Falls Sie nicht recherchiert haben, wie omnipräsent das Wort Corona – besonders in der Vergangenheit – gewesen ist – hier die Auflösung; die Liste ist nicht vollständig. Wer sucht, findet immer wieder neue Corona-Bedeutungen, z.B.: „corona civica“ , ein Gruppe junger Menschen, das Königreich Korona, Hautausschlag …. / HS

Corona und Ostern – wie passt das zusammen?

Das Corona-Virus verbreitet Angst und Tod. Ostern bedeutet für die Christenheit die Auferstehung Jesus von den Toten, der Anfang des Lebens also. Und was hat das mit Bulgarien zu tun?

Der Verein ‘Gretzenbach teilt’ unterstützt aktuell das Pflegekind-Projekt in Bulgarien. Es ist an einem der letzten Gottesdienste im März in Gretzenbach vorgestellt worden. Um die Gefahr der aktuellen Situation für dieses Land zu verstehen, braucht es den Blick zurück in seine jüngste Geschichte: Bulgarien ist 2007 der EU beigetreten, es gilt als der ‘ärmste’ Mitgliedsstaat – und es ist ein überaltetes Land.

Mit der Auflösung der ehemaligen Sowjetunion Ende des vergangenen Jahrhunderts verlor Bulgarien seinen wesentlichen Absatzmarkt und geriet in eine tiefe Wirtschaftskrise, die bis 2004 andauerte. In der Folge verliessen sehr viele Menschen das Land (rund 1 von 8 Millionen) und suchten sich eine neue Existenz u.a. im Westen. Ärzte und Pflegepersonal gehörten auch dazu, sie fanden Arbeit in unseren Gesundheitsinstitutionen.

Die bulgarische Gesellschaft zerfiel, Verunsicherung und Verarmung wurden Realität. Zurückgeblieben sind die Betagten, die Benachteiligten, Bildungsferne und die Kinder (oft bei den Grosseltern oder in Kinderheimen). Die Institutionen waren aber überfordert und unterfinanziert, viele Heime wurden daher aufgelöst. Diese Kinder kamen in Pflegefamilien.

Eine ‘typische’ Pflegefamilie besteht sehr oft aus einer älteren Frau, die Rente bezieht (140.- im Monat, die bulgarische Armutsgrenze liegt bei 200 Franken.) Mit dem zusätzlichem Kostgeld für die Pflegekinder versucht sie also ihre Rente aufzubessern.

Die aktuelle Pandemie fordert Bulgarien in verschiedener Hinsicht: Die Überalterung der Gesellschaft, die wirtschaftliche Situation der Risikogruppen und zu wenig Pflegepersonal wegen der Abwanderung lassen Böses ahnen. Zudem kehren Bulgarinnen und Bulgaren in Massen zurück, da sie ihren Job als billige Arbeitskräfte verloren haben.

Seit dem 13. März gilt der Notstand, er wird sicher bis zum 13. Mai dauern. Möglicherweise werden dann bulgarische Pflegekinder wieder auf der Strasse stehen, auch wenn im Moment die Lage noch recht gut aussieht (Stand 12. April: 661 Fälle und 28 Todesopfer)

Wir steuern auf Ostern zu, die Osterfreude und Osterhasen können kommen. Das Thema Bulgarien soll uns aber deutlich machen: Trotz allem Leid und den sozialen Einschränkungen hier bei uns: In der Schweiz pulsiert das Leben! Die Massnahmen des Bundesrates sind zwar lästig, aber leicht einzuhalten und sinnvoll. Auch wenn jetzt schönes Wetter ist. Frohe Ostern!

Wie funktioniert Gretzenbach im Zeichen des Corona-Virus?

Abgeschlossene Restauranttüren, Zulassungsbeschränkungen in den Geschäften, Abstandszonen, leere Regale, abgesperrtes Schulareal, Home Office und Kinder, die nicht zur Schule dürfen. Auch Gretzenbach spürt den Atem des Corona-Virus. Das Leben geht aber trotzdem weiter.

Kinder sind – wie das Bild zeigt – ehrliche Individuen. Sie sagen, was sie denken: Es lebe Corona. Mindestens zu Beginn ist es die Freude auf ausserterminliche Ferien gewesen, inzwischen ist Home Schooling Alltag sein.

Solidarität zeigt sich immer wieder in Krisen. Im Dorf kursiert ein Flyer, der Nachbarschaftshilfe anbietet.

Gemeindeamman Daniel Cartier meldet, dass der Gretzenbacher Gemeinderat noch nicht „dicht“ gemacht hat. Zwar finden Gemeinderatssitzung nun unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, aber sie finden statt, als Video-Konferenz. Die Ressorts-Verantwortlichen sind dabei unterschiedlich betroffen; am meisten zu tun gibt es bei der Schule, der Gesundheit und der Sicherheit. Daniel Cartier: Die Aufgabe ist zwar anspruchsvoll, aber durchaus machbar.

In dieser Aufzählung fehlen persönliche, positive Erlebnisse oder Begegnungen. Im Moment braucht es unbedingt diesen Blickwechsel. Wenn Sie eine solche Geschichte haben, erzählen Sie uns diese. /HS

Gretzenbach in den Klauen des Coronavirus?

Auch Gretzenbach ist von der Pandemie betroffen, mit allen wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen. Streift man durch das Dorf – besonders bei Nacht – bekommt man einen düsteren Eindruck vermittelt. Zu Recht?

Eine solche Situation hat die Schweiz seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr erlebt: Schulen und Restaurants sind geschlossen, in die Geschäfte ist der Zulass kontingentiert, am warmem Frühlingsabend sind keine Menschen auf den Strassen und überall die nüchternen Hinweise: Wegen Bundesratsbeschluss …. Geschlossen! Kein Klagen, nüchtern, den Tatsachen entsprechend, Fakt und fertig, trostlos!

Und dabei steckt doch hinter all diesen Bekanntmachungen: Liebe Leserin, lieber Leser dieser Zeilen! Wir nützen die Zwangspause, die uns sehr zu schaffen macht, um Schwung und Energie zu tanken. Denn der Coronavirus hat auch ein Ablaufdatum. Und dann sind wir wieder voll für Sie da. Wir freuen uns schon jetzt auf den Zeitpunkt, da wir mit Ihnen wieder geschäften und zusammen sein dürfen. Herzlichst Ihre ….

Zuversicht sieht anders aus. Im Gegensatz zur vielbeachteten Applaus-Aktion für die Betreuerinnen und Betreuer der Corona-Patienten hat die Aktion der Kirchen der Schweiz im Dorf wenig Unterstützung gefunden. Bis zum Gründonnerstag soll jeweils am Donnerstag eine brennende Kerze ein Zeichen der Hoffnung, der Verbundenheit und der Solidarität sein. Gretzenbach Mach mit! /HS

Corona trifft auf Gretzenbach

Seit fast 2 Wochen ist ein Virus das Thema. In Gretzenbach sind deswegen Veranstaltungen abgesagt worden, in den Medien wird über Hamsterkäufe berichtet und der Bundesrat hat seine Massnahmen verschärft. Nun ist verantwortungsvoller Umgang mit der Situation verlangt – und eine Portion Gelassenheit.

Weltweit herrscht Ausnahmezustand. Und trotz aller Massnahmen sterben Menschen wegen des Virus, auch in der Schweiz – das bedeutet Leid. Die beste Massnahme gegen die unkontrollierte Verbreitung des Krankheitserregers ist die Befolgung der bundesrätlichen Vorschriften und das Wisssen der wichtigsten medizinischen Fakten zum kleinen Übeltäter.

Übertragungsart

Die Übertragung geschieht vor allem durch Tröpfcheninfektion: Beim Niesen oder Husten gelangen Viren von einem Menschen direkt auf die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen eines anderen Menschen.

Viren überleben einige Stunden in winzigen Tröpfchen auf Händen oder Oberflächen (Türklinken, Knöpfe etc.) und gelangen durch Berührungen im Gesicht auf die eigenen Schleimhäute von Nase, Mund und Augen.

Nähe ist eine wichtige Voraussetzung für die Virus-Übertragung. In der Regel ist ein längerer und enger Kontakt mit einer infektiösen Person erforderlich (< 2 Meter über > 15 Minuten).

Die rasche Verbreitung des Coronavirus ist ein Problem. Die sogenannte «Reproduktionszahl (R)» gibt an, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person anstecken kann. Gemäss aktuellen Schätzungen sind das zurzeit zwischen 1,5 und 4 Menschen. (Zum Vergleich: bei der saisonalen Grippe (im Winter) liegt R bei rund 1,2–1,4, bei Masern bei rund 18 und bei SARS knapp über 1,0).

Personen jeden Alters können sich anstecken. Das Alter der laborbestätigten Erkrankungsfälle in China reicht von 8 Monaten bis 90 Jahren. Erste Erfahrungen zeigen, dass Kinder vor Corona eher geschützt sind, sie können aber trotzdem Überträger sein.

Inkubationszeit: Nach einer Infektion mit dem Coronavirus dauert es in der Regel 4 bis 7 Tage bis zu den ersten Symptomen.

Krankheitsverlauf

Zu Beginn treten oft ähnliche Anzeichen wie bei einer Grippe auf: Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber. Es folgen meist Atemwegssymptome (trockener Husten). Weniger häufig sind: Kopfschmerzen, selten Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall.

Nur sehr selten wurden Schnupfen und Halsschmerzen beobachtet (diese weisen eher auf eine «gewöhnliche Erkältung» hin).

Bei einem schweren Erkrankungsverlaufs kann es nach rund einer Woche zu Kurzatmigkeit und ev. zu einer Lungenentzündung mit Atemnot kommen. Weiterer Organsysteme können ebenfalls befallen werden.

Von einem schweren Erkrankungsverlauf betroffen sind vorwiegend ältere Menschen und Menschen mit einer chronischen Vorerkrankung (Bluthochdruck, Herz- und Lungenerkrankungen, Diabetes oder Erkrankungen, die das Immunsystem beeinträchtigen).

Die Mehrzahl der angesteckten Personen zeigt einen milden Verlauf. Mindestens 10 Prozent der Erkrankten haben kein Fieber, und bei einigen tritt kein Husten auf. Bei mehreren Personen wurde eine Infektion ohne Symptome nachgewiesen.

Neben den angesteckten Personen gibt es Virusträger, die nicht erfasst worden sind oder deren Symptome zu schwach ausgefallen sind. Hinter dieser Dunkelziffer vermutet man den Faktor 7.

Die Sterblichkeit bei einer 2019-nCoV-Erkrankung wird zurzeit bei ca. 3% angesetzt, in Italien sind es 3,8% (Stand Anfang März*).

Zum Vergleich: Die Sterblichkeit bei Masern liegt bei rund 0,1 Prozent, diejenige von SARS lag bei rund 10 Prozent; bei MERS liegt sie bei 35 Prozent.

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat eine umfassende Webseite zum Coronavirus aufgeschaltet, von da stammen auch die Angaben des Textes.

Das Schweizer Fernsehen hat in seiner Sendung Puls den Coronavirus, die Auswirkungen und die Massnahmen dagegen beleuchtet. / HS

Quellen:
Bundesamt für Gesundheit
* Oltner Tagblatt / Schweiz am Wochenende vom 7. März 2020

Mit den Schneeschuhen auf den Fronalpstock

Im Frühling gibt es die Auffahrtswanderung, im August steht jeweils die Vereinsreise auf dem Programm und vielleicht werden jetzt auch Schneeschuhwanderungen ein fester Bestandteil der Männerriege. Am 23. Februar machte sich eine Gruppe auf den Weg von Stoos hinauf auf den Fronalpstock: 3 Turner mit Schneeschuhen und ein Skifahrer.

Der Fronalpstock ist 1922 m hoch und bietet eine wunderbare Aussicht auf das Mittelland und sieben Seen. Das war die Belohnung für den rund zweistündigen Aufstieg von Stoos her. Insgesamt galt es dabei mehr als 600 Höhenmeter zu überwinden. Die Schneeverhältnisse waren ansprechend, angesichts der Tatsache, dass es seit Wochen kaum mehr geschneit hatte.

Bei der Ankunft auf dem Stoos hatte es noch geregnet. Doch schon bald hörte er auf und es blieb bis zur Heimfahrt trocken. Am Nachmittag zeigte sich sogar die Sonne.

Der Ausflug wird im kommenden Dezember nochmals angeboten werden, da die Monate Januar und Februar wegen Skiferien und Fasnacht fest mit Terminen belegt und eher ungünstig sind. Nun ruht die Hoffnung auf einer schneereichen Vorweihnachtszeit. Zwei Routen werden zur Verfügung stehen: eine leichte und die sportliche auf den Fronalpstock. Und Stoos bietet daneben noch viele andere A(ttra)ktivitäten. / HS

Das läuft im März

Der Coronavirus hält die Schweiz fest im Griff. Im Kanton Solothurn müssen Anlässe mit mehr als 100 Besuchern vorerst abgesagt werden. Das wird auf die wenigsten Angebote im Dorf gelten. Viel ist angesagt: Der März fällt voll in die Fastenzeit. Neben geistiger und seelischer Nahrung ist auch für Speis und Trank gesorgt.

01. MärDer Kindermaskenball findet leider nicht statt 
02. MärMeditationkath. Kirche 6.30
03. MärTag des Artenschutzes   
04. MärKafiträff Römersaal8.30
06. MärWeltgebetstag der Frauen – Gastland Zimbabwe   
06. MärFastensuppe Römersaal12.00
07. MärRacletteabendref. KirchgemeindeRömersaalab 17.00
08. MärTag der Frau   
09. MärMeditationkath. Kirche 6.30
10. MärGemeinderat   
11. MärFrauentreff beim Dorfladen20.00
13. MärFastensuppe Römersaal12.00
14. MärInstrumentenvorstellungMusikschule Gretzenbach 10.00 – 12.00
14. MärJahreskonzertMusikvereinTurnhalle 5720.00
16. MärMeditationkath. Kirche 6.30
18. MärGesamtkonzert Musikschule   
19. MärFokus feiert den 4. Geburtstag  
19. MärJosephtag   
20. MärFastensuppe Römersaal12.00
20. MärFastensuppe für Erwachsene Römersaal19.00
20. MärTag- und Nachtgleiche   
23. MärMeditationkath. Kirche 6.30
24. MärSeniorennachmittag / Theater Römersaal14.00
24. MärMV Fokus Gretzenbach  19.30
26. MärSenioren-Mittagstisch Rest. Jurablick11.30
27. MärFastensuppe Römersaal12.00
29. MärSommerzeit   
31. MärGemeinderat   

5G – Umfrage: Vorwärtsstrategie oder Abwarten?

FOG hat erstmals eine Umfrage lanciert. Das Thema war die 5G-Technologie. Die IG Weid bekämpft eine neue Sendeanlage. Was kann Gretzenbach daraus lernen?

Zunächst dies: Unabhängig von der Umfrage ist der Gemeinderat bereits aktiv geworden und hat am 21. Januar beschlossen, auf gemeindeeigenen Parzellen und Gebäuden in der Wohnzone keine Antennen 4G oder 5G zu bewilligen.

Am 29. Januar hat eine Debatte im Solothurner Kantonsrat die Erkenntnis gebracht, dass der Kanton für 5G nicht zuständig ist.

Nun zur Umfrage: Bis zum 1. Februar haben 43 Menschen ihre Meinung über die 5G-Technologie mitgemacht. Hier die Resultate:

Die Umfrage ist am 1. Februar geschlossen worden

Die Umfrageergebnisse sind eine Momentaufnahme und absolut nicht repräsentativ, dafür haben zu wenige Personen mitgemacht. Trotzdem wagen wir uns an eine Auseinandersetzung mit dem Thema:

– Es wäre leicht gewesen, das Umfrageresultat deutlich und einseitig ausfallen zu lassen. Die IG Weid vertritt rund 200 Einsprecher gegen die geplante Sendeanlage bei der Garage Weid. Hätte diese Gruppe öffentlichen Druck aufbauen wollen, würde das Resultat anders aussehen.

20 Minuten hat im November 2019 fast 13’000 Personen zu ihrer Einstellung bezüglich des flächendeckenden 5G-Ausbaues befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass 54% der Befragten sich gegen den 5G-Ausbau geäussert haben. Unsere Resultate bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen. Da drängt sich die Frage auf, ob das nur Zufall sei.

– Die Gemeinde hat für das Dorfzentrum eine Befragung der Bevölkerung lanciert, vielleicht lohnt sich ein ähnliches Vorgehen bei der 5G-Technologie?

– Die Umfrage von 20 Minuten liefert einen möglichen Ansatz: 53% der Befragten hatten sich für ein Moratorium ausgesprochen, d.h. für ein befristetes Einfrieren des Ausbaus von 5G. Ein Moratorium gäbe auch Gretzenbach Gelegenheit, in Erfahrung zu bringen, was alles möglich ist und wie einzelne Kommunen mit dem Thema umgehen. An verschiedenen Orten ist bereits ein Moratorium eingeführt worden, so lange, bis vom Bund erwartete Antworten eintreffen.

– Ein Blick über die Gemeindegrenzen lohnt sich. Kestenholz hat im Zonenreglement vom April 2018 festgehalten, dass Mobilfunkanlagen nur in der Gewerbe- und Industriezone und in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen gestattet sind.

– In Mahren liegt auch ein Baugesuch für eine Funkantenne auf, die Chancen für eine Bewilligung werden als gut eingestuft, trotz erheblichem Widerstand dagegen. Daraus kann man ableiten: Die einzelnen Gemeinden des Niederamtes schauen für sich, der Blickwinkel des gesamten Region wäre vielleicht der bessere.

Es lohnt sich also, wenn der Gemeinderat und die Einwohner Zeit bekommen, sich objektiv mit dem Thema zu befassen und Lösungen rechtzeitig zu erarbeiten, denn der globale Druck für diese Technologie ist gross. Die Ortsplanungsrevision befindet sich in Gretzenbach zwar in einem fortgeschrittenen Stadium, neue Erkenntnisse sollten dennoch Platz darin finden können.

Packen wir das Thema an, bevor wir vor vollendeten Tatsachen stehen. / HS

Wir strahlen meist so schön unnötig!

Die Strahlung, die von Natel-Sendeanlangen, besonders von den 5G-Masten ausgeht, ist in aller Munde. Für die einen sind das „positive“ Strahlen, weil sie die Datenübertragung massiv beschleunigen; für die andere Seite sind damit Ängste um die Gesundheit verbunden.

Fakt ist: Wir sind auf unterschiedlichste Weise von Strom und Strahlung umgeben. Selbst in den abgelegensten Gebieten sind wir natürlichen Magnetfeldern ausgesetzt.

Wo Strom durchfliesst, entstehen immer elektrische und magnetische (niederfrequente) Felder. Ab einer Frequenz von rund 10 Kilohertz (das sind 10‘000 Schwingungen pro Sekunde) spricht man von elektromagnetischen Wellen oder Strahlung. Darauf sind alle Geräte angewiesen, die drahtlos (durch die Luft) kommunizieren: Radio, Fernseh- und Mobilfunk, WLAN, Bluetooth etc. Diese Felder und Wellen werden vereinfacht auch als Elektrosmog bezeichnet.

Es gibt in Gretzenbach Menschen, die sehr sensibel auf den Felder- und Strahlen-„Salat“ reagieren. Aus Fairness ihnen – aber auch sich selbst gegenüber – hat Fokus an der Generalversammlung beschlossen, auf die Problematik hinzuweisen – verbunden mit Tipps, die einfach umsetzbar sind und keinen Qualitätsverlust des eignen Umgangs mit elektronischen Geräten haben.
Schätzungen gehen davon aus, dass  bis zu 90% der täglichen Belastung zu Hause und am Arbeitsplatz unnötig und ohne relevante Einschränkung der Lebensführung sind; und sehr oft sind sie einfach und sogar kostenlos vermeidbar.

Hier die Zusammenstellung mit Beispielen einfacher Möglichkeiten zur Reduktion von unnötigem Elektrosmog:

  • Ein sehr grosser Teil der aufgenommenen Mobilfunkstrahlung stammt vom eigenen Handy. Die Strahlung kann mit einem strahlungsarmen Handy (SAR-Wert), mit einer Freisprechanlage (Headset) oder einer guten Qualität der Verbindung vermindert werden. (Bei schlechtem Empfang, z.B. im Keller empfiehlt es sich nur kurz telefonieren.)
  • Die modernen Smartphones strahlen, auch wenn nicht telefoniert wird (WLAN, Bluetooth, Mobile Datendienste, Hotspot). Darum bei Nichtgebrauch den Flugmodus einschalten oder das Handy auch mal ganz ausschalten.
  • Im Gebäudeinnern ist Abstand halten sehr wichtig. (Bei stromführenden Leitungen und Kabeln im Wohnbereich sind das ca. 1 Meter, dann sind die Felder vernachlässigbar.)
  • Ein optimaler Standort des WLAN-Routers verbessert die Performance im eigenen Wohnbereich und vermeidet die Belastung von Nachbarn. Ideal ist: Zentral im Wohnbereich, erhöht und freistehend.
  • Bei Nichtgebrauch, regelmässigen Abwesenheiten oder in der Nacht kann das WLAN auch ausgeschaltet werden.
  • Drucker können in den meisten Fällen übers Kabel mit dem PC verbunden werden, es braucht das WLAN nicht. Ansonsten das WLAN, wenn immer möglich, ausschalten.
  • Neue Fernseher haben einen WLAN-Sender eingebaut, der auch im Standby strahlt. Einfache Abhilfe: Fernseher bei Nichtgebrauch ganz vom Netz trennen (z.B. schaltbare Steckerleiste).
  • Es gibt Schutzhüllen zum Abschirmen des WLAN-Routers. Damit können die Reichweite reduziert und zum Beispiel Kleinkinderzimmer, Schlafzimmer … WLAN-frei gehalten werden.
  • An bestimmten kabellosen Festnetztelefonen mit DECT kann in den Einstellungen der Eco-Mode (oder Ecomode-Plus) aktiviert werden. Damit strahlt das Telefon nur, wenn es in Gebrauch ist. Ohne diese Aktivierung strahlen diese Geräte pausenlos. Beim Neukauf danach fragen.

Auf dem Markt werden auch Messgeräte angeboten. Grundsätzlich ist im Umgang damit Vorsicht geboten, weil falsches Wissen bei der Interpretation schnell mal ‚Schaden anrichtet‘. Interessierten vermitteln wir eine Kontakt-Adresse.

Weiterführende Informationen zu Elektrosmog und Abschirmung gibt es unter.

www.a-zgesund.ch oder www.ibes.ch

Strom kostet, weil er produziert werden muss.. Die Umsetzung des einen oder anderen Tipps hat neben Aspekten der Rücksicht auch Kostenersparnis zur Folge. Und sie sind ein persönlicher Beitrag zur Klärung der Diskussion um die Energielücke, die nach der Stillegung der Kernkraftwerke noch nicht gelöst ist. / HS

Vorstand

Seit dem 24. Januar 2020 setzt sich der Vorstand von Fokus so zusammen:

PRAESIDENT

Vakant


Waedi SchaererVIZEPRAESIDENT und GEMEINDERAT

Walter «Wädi» Schärer
Unternehmer
Mitglied seit 1989
Gemeinderat Ressort Infrastruktur seit 2009

«Ich bin bei der FOG, weil ich keine diktierten Parteiparolen von ‹Oben› vertreten will. Mein ganzes Engagement gilt einzig und alleine meinem Dorf. Hier kenne ich die Einwohner und Gegebenheiten vor Ort und kann so optimale Lösungen für anstehende Probleme erzielen.»


Sandra KunzKASSE

Sandra Kunz
Kaufmännische Angestellte
Mitglied seit 2009

«Als berufstätige Mutter und Hausfrau bin ich sehr am Geschehen des Dorflebens interessiert. Die FOG trifft genau meine Vorstellungen und ich kann dadurch aktiv am Dorfleben teilnehmen.»

 


Kurt_Spielmann_500x500GEMEINDERAT

Kurt Spielmann
Hausmann / Verkäufer bei Brunner Getränke / Mitarbeiter bei Panda Architektur
Mitglied seit 2013
Gemeinderat Ressort Finanzen seit 2013

«Ich bin bei der FOG, weil man nicht von Bundes- oder Kantonalparteivorständen vorgeschrieben bekommt, wie zu politisieren sei. Der Schwerpunkt der politischen Arbeit liegt in unserem Dorf. Ich will mich für mein Dorf einsetzen, mit all meinen Möglichkeiten.»


BEISITZER

Horst Kaucic           

                                           

 

 

 


BEISITZERIN

Doris Nagl

Beizlifest und Euro 2020: Wir sind dabei!

FOG führte am 24. Januar die ordentliche GV durch. Es gab zwei klare Entscheidungen bezüglich Beizlifest und 5G-Infoanlass. Und die Partei steht im Moment ohne Führung da.

Nach dem Apero eröffnete Noch-Präsident Rolf Leuenberger die Versammlung. Er hatte vor einem Jahr das Amt – nach einem Unterbruch – zum zweiten Mal übernommen mit der klaren Ansage, die Partei während eines Jahres zu führen. Trotz Bemühungen konnte keine Nachfolge gefunden werden. Gemeinderat Wädi Schärer formulierte den Sachverhalt so: ‘Ohne Präsident da zu stehen, ist nach Aussen hin nicht schön. Aber ich bin guten Mutes, dass wir trotzdem etwas Gutes leisten können! ’ Der Vorstand wird in nächster Zeit ziemlich gefordert sein.

Fokus verfügt über eine ansehnliche Schar sehr engagierter Mitglieder. Aber es geht uns wie den anderen Parteien und Vereinen: Es fehlt der Nachwuchs und die aktuellen Mitglieder leisten seit vielen Jahren sehr gute Arbeit zu Gunsten der Partei und des Dorfs.

Nach diesem betrüblichen Traktandum war die klare Zustimmung zum Raclette-Zelt während des Beizlifestes 2020 ein wahrer Aufsteller. Die Voten, die in der Diskussion vorgebracht worden sind, waren: ‘Wir machen das für das Dorf!’ ‘Das zusammen Arbeiten an diesem Anlass ist für uns sehr wichtig, auch wenn es sich nicht um politische Arbeit handelt! Wir fördern so den internen Teamgeist! ’

An der letzten Mitgliederversammlung 2019 ist beschlossen worden, dass FOG sich an einem ausgewogenen Informationsanlass über die 5G-Technologie beteiligen will. Nach Informationsgesprächen und Abklärungen bei Experten ist beschlossen worden, davon Abstand zu nehmen, weil ein objektiver Anlass zurzeit nicht realisierbar ist. Gegner dieser Technologie finden sich leicht, Befürworter zieren sich, da sich zum Teil heftiger Protest gegen 5G bemerkbar macht. Das Thema bleibt aber im Fokus.

Die Strahlenproblematik macht sich aber nicht nur im Umkreis der Sendemasten bemerkbar. Jeder Haushalt ist mit Strahlen konfrontiert, die intern produziert werden. Da können alle einen Beitrag für sich und die Nachbarn zu einer Reduktion leisten. Die Versammlung hat denn auch ausdrücklich zugestimmt, Tipps zum persönlichen Umgang mit Strahlenquellen zu publizieren. Diese werden demnächst aufgeschaltet.

Auf Initiative des Elterndrahtes wird der Spielplatz zwischen Kugelstossanlage und Kindergarten bis zum Sommer erweitert. Die Gruppierung sammelte Geld für die Realisierung des Platzes und die Anschaffung weiterer Geräte. FOG hat für dieses Projekt 500.- gespendet.

Im Juni spielen die Schweiz und Wales in der Vorrunde der Europameisterschaft. Bereits an der WM vor zwei Jahren haben Mitglieder daraus einen Fussball-Event gemacht. Am 13. Juni kommt also die nächste Gelegenheit zu einem gemeinsamen Fussball-Watching. Eine Einladung dazu wird noch folgen.

Danach folgte der gemütliche Teil mit Nachtessen und angeregten Diskussionen.

In eigener Sache: Wir wollen auch am Beizlifest 2030 das Raclette-Zelt führen und dafür brauchen wir jetzt schon neue Leute. Machen Sie mit und schnuppern Sie FOG-Luft/ HS

Zwei Gretzenbacher in der Zeitung

Die Niederämter Stiigiiseschliifer sind von Urs Schenker gegründet worden, Peter Arnet hat 40 kg Raclette-Käse abgeschabt – beide sind Mitglieder bei Fokus.

Es ist schön zu sehen, dass FOG-Mitglieder auch ausserhalb des Dorfes für Aufmerksamkeit sorgen. Für uns sind beide von grosser Bedeutung: Urs Schenker hat vor langer die FLG gegründet, aus der die FOG entstanden ist, und Peter Arnet fungiert am Beizlifest als Chef Infrastruktur und ruhiger Pol im Service. Damit ist schon gesagt: Dieses Jahr findet die nächste Ausgabe des Beizlifestes statt – wieder mit dem Raclette-Zelt? An der FOG-GV vom kommenden Freitag wird die Planung und Organisation ein Traktandum sein. Weiter ist die 5G-Technologie traktandiert. Die beschäftigt Gretzenbacher und Gretzenbacherinnen. Falls Sie sich an unserer Umfrage noch nicht beteiligt haben, machen Sie doch mit.

Hier geht es zum Artikel des Oltner Tagblatt. / HS

5G: Fluch oder Segen für Gretzenbach?

Das Thema polarisiert: Es gibt die 5G-Fans, für sie steht Technologie für den Fortschritt. Die Gegner befürchten unabsehbare Schädigungen. Und Gretzenbach ist auch von der Thematik betroffen. Beteiligen Sie sich an unserer Umfrage!

Es ist ähnlich wie beim Thema Schule: Alle haben sie mal besucht und sind daher in der Lage mitzureden. Zum Einstieg ist daher der nachfolgende Artikel empfohlen, der versucht beide Seiten zu 5G zu erhellen.

https://www.oltnertagblatt.ch/schweiz/streit-um-5g-netz-das-ringen-geht-in-die-naechste-runde-136176764

Fakten und Ereignisse rund um 5G

Das Bundesamt für Kommunikation weist auf seiner Übersichtskarte an der Oltnerstrasse aktuell 2 Mobilfunkantennen aus, die insgesamt 6 Sendeanlagen beherbergen. Die Sendeleistungen bewegen sich dabei von 2G bis 5G.

Der Bund hat Ende 2019 den Bericht der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung veröffentlicht. Darin werden Einschätzungen zu Bedürfnissen und Risiken beim Aufbau von 5G-Netzen abgegeben, der 5G-Technologie wird aber kein Schädigungspotenzial unterstellt.

Die Stossrichtung des Bundes wird bekämpft, so sind 5 Volksinitiativen in der Pipeline, die sich alle mit dem Mobilfunk und dessen Auswirkungen befassen.

Im Niederämter vom 9. Januar 2020 sind die Bauausschreibungen von Salt und Sunrise publiziert, die die Swisscom-Antenne vor der Westeinfahrt des Eppenbergtunnels erweitern wollen. Diese Projekte sind bereits im letzten Herbst ausgeschrieben gewesen Zwei Einsprachen sind damals eingegangen.

In der Weid ist ein weiteres Baugesuch für eine Natelantenne am Laufen. Das Projekt wird von den Anwohnern heftig bekämpft, über 100 Einsprachen sind abgegeben worden.

Der Gemeinderat vertritt die Haltung, dass er auf den öffentlichen Bauten und Parzellen keine Mobilfunkanlagen bewilligen wird.

Wie ist die Stimmung im Dorf?

Bezüglich 5G ist Vieles am Laufen und wenig absolut klar. Daher interessiert uns Ihre Meinung. Machen Sie bei unserer Umfrage mit! Je mehr Meinungen eingehen, desto repräsentativer wird das Stimmungsbild im Dorf sein. / HS

Was ist Ihre Meinung zu dem 5G Mobilfunknetz?

  • Ich bin absolut dagegen, dass 5G in der Schweiz flächendeckend mit dem heutigen Wissenstand bezüglich der Strahlungen eingeführt werden soll. (51%, 22 Votes)
  • Ich bin klar dafür, dass 5G flächendeckend und möglichst schnell in der Schweiz mit den entsprechenden Installationen (Antennen) eingeführt werden soll. (35%, 15 Votes)
  • Ich bin mir noch nicht sicher, tendiere aber eher dagegen, dass man die Technologie flächendeckend installiert, da man bezüglich der Strahlungen noch zu wenig weiss. (12%, 5 Votes)
  • Ich bin mir noch nicht sicher, tendiere aber eher dafür, dass die Technologie möglichst schnell installiert wird. (2%, 1 Votes)
  • Ob die 5G flächendeckend eingeführt werden soll oder nicht, ist mir egal. (0%, 0 Votes)

Total Voters: 43

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Hans-Peter Steiner
pixabay.com

Willkommen im 2020

Das neue Jahr ist da! FOKUS – Präsident Rolf Leuenberger wünscht alles Gute.

Ich wünsche allen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr, mögen Glück und Gesundheit ständige Begleiter sein. Lasst uns anstossen. Prost!

Wieder ist ein Jahr vergangen, Zeit um nach vorne zu schauen.

Ein paar Themen nehmen wir mit ins neue Jahr: 5G-Antennen sorgen im Moment im Dorf am meisten für erhitzte Gemüter. Die 3-prozentige Steuererhöhung wird uns im Neuen Jahr hinten rechts wehtun. Die Neugestaltung des Dorfkerns geht weiter. Der Eppenbergtunnel wird fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Gretzenbach ist immer noch auf der Suche nach einem neuen Gemeindepräsidenten.

Neues kommt dazu: Die Suche nach einem Bauverwalter kann beginnen. Das Pumpwerk Aarefeld wird seinen Betrieb aufnehmen und es wird wieder «Gretzebacher Hahneburger» geben.

Feiern dürfen wir selbstverständlich auch: Anstossen am Neujahr, den 1. August feiern und nicht zu vergessen das Beizlifest.

Schaut man über die Dorfgrenzen hinaus, werden uns sicher die Herren Trump, Putin, Kim Jong-un, Assat – und wer da sonst noch ständig in den Schlagzeilen ist – weiterhin beschäftigen. Die Klimadiskussion wird sicher auch weitergehen.

Schauen wir mal, was das neue Jahr noch so an Überraschungen bringt.  

Nochmals Prost

Rolf Leuenberger

Das läuft im Januar

Neues Jahr, neues Glück – und viele Dorfaktivitäten. Die gehören zu Gretzenbach, dem Dorf, wo wir alle leben.

Wann?Was?Wer?Wo?Wann?
01. JanNeujahrGemeinderatSchulhaus Meridian17.00 – 18.30
02. JanBerchtoldstag   
03. JanDreikönigstag   
10. JanWinterplausch mit TurnerfamilieDamenriege  
15. JanFrauentreff beim Dorfladen20.00
18. JanRaclette-Obe Jodelklub FründschaftRömersaal17.00 – 23.00
19. JanChinderfiir Kath. Kirche10.15.
21. JanSeniorennachmittag / Lotto Römersaal14.00
21. JanGemeinderat   
23. JanSenioren-Mittagstisch Rest. Jurablick11.30
24. JanGeneralversammlung FOG   

K(l)eine Eiszeit im Wald

In der Weihnachtszeit führt die CEVI jeweils einen eigenen Weihnachtsevent durch. Eingeladen dazu sind alle Kinder der verschiedenen Abteilungen, die Eltern, Grosseltern und Gspänli. Der Anlass beginnt jeweils am späten Nachmittag und steht immer unter einem Motto.

Eine recht ansehnliche Schar an Kindern, Eltern und Leitern versammelte sich um 16 Uhr beim CEVI-Haus. Da wurden alle unverhofft in den Film Frozen katapultiert. Anne bat die Anwesenden um Mithilfe auf der Suche nach ihrer Schwester Elsa. Denn diese besass übernatürliche Kräfte, mit denen sie Wasser zu Eis werden lässt. Nachdem Elsa beim Spielen deswegen ein Missgeschick passiert ist, zog sie sich von den Menschen zurück, um ernsthaftes Unheil zu vermeiden. Der Auftrag an die jungen Cevianerinnen und Cevianer war denn auch, Elsa aus ihrer Isolation zu holen und zu den Menschen zurückzubringen. Doch zunächst musste sie gefunden werden. Glücklicherweise hatte Elsa Spuren hinterlassen und sie wurde dann auch im Wald gefunden. Die Begrüssung mit der Elsa inzwischen die Schneekönigin – war zunächst frostig, da sie sich nicht helfen lassen wollte. Sie glaubte nicht daran, dass sie ihre Zauberkräfte unter Kontrolle bringen könnte, war aber nach viel Überzeugungsarbeit bereit, einen Versuch zu wagen. Dafür galt es verschiedene Aufgaben zu lösen. Dank Fitness, Selbstbeherrschung und Wissen konnten alle Herausforderungen gelöst werden und Elsa fasste wieder den Mut, mit der Schar zum CEVI-Haus zurückzukehren und am gemeinsamen Mahl teilzunehmen. Dieses bestand – wie die Traditionen es vorschrieben – aus Suppe mit Rädli-Einlage, Brot, Tee (und Glühwein für die Erwachsenen.) / HS

Mitgliederversammlung im Zeichen von 5G, Finanzen und Langmattrainweg

An der letzten Mitgliederversammlung vom 26.11.2019 konnte der Präsident neben den eigenen Mitgliedern eine stattliche Anzahl Vertreter der IG Weid begrüssen. (Die IG Weid kämpft gegen eine 5 G Antenne in der Weid und hat mit 200 gesammelten Unterschriften Einspruch gegen die Baubewilligung einer 5G Antenne bei der Weid Garage eingereicht.)

Zu Beginn durften wir erfahren, dass im Wasser des neuen Grundwasserpumpwerkes Aarefeld keine Chlorothalidone oder andere Pestizide nachgewiesen werden konnten. Das Pumpwerk wird Mitte Februar 2020 seinen Betrieb aufnehmen und Gretzenbach mit Trinkwasser versorgen.

Anwohner vom Langmattrainweg haben uns über den sehr schlechten Zustand der Strasse und über das fehlende Licht in Kenntnis gesetzt. In manchen Häusern führt starker Regen regelmässig zu Überschwemmungen in den Gebäuden und das seit Jahren. Hier müsste die Bürgergemeinde als Besitzerin der Strasse dringend handeln.

Die Finanzlage der Gemeinde hat sich so verschlechtert, dass der Gemeinderart zu Handen der Gemeindeversammlung vom 02.12.2019 eine 5%ige Steuererhöhung beantragt hat. Das Problem liegt auf der Einnahmenseite.  Auf der Einnahmeseite sind über 500’000 Fr weggebrochen. Das Minus ist zurückzuführen auf:

-den Wegzug einer natürlichen Person aus Gretzenbach,

-einen Vertrag über die Verteilung von Kernkraftwerksentschädigungen, welchen der Regierungsrat versäumt hat zu verlängern.

-die Gemeinde Däniken hat den Vertrages über eine freiwillige Entschädigung für das Nasslager des Kernkraftwerkes mit der Gemeinde Gretzenbach gekündigt.  

Auf der Ausgabenseite wurden die Budgets der Kommissionen und der Gemeindeverwaltung eingehalten. Investitionen werden auf ein Minimum heruntergefahren, was in der Zukunft aber die Gemeinde teuer zu stehen kommen könnte/ dürfte.

5G ist zur Zeit ein landauf , landab ein riesen Thema und sorgt auch in Gretzenbach für rote Köpfe. Fokus Gretzenbach machte sich schon länger darüber Gedanken, es wird viel über 5G geredet, aber die grosse Öffentlichkeit weiss eigentlich wenig darüber. Auch sind die Medienmitteilungen von Seiten Bund auch eher verwirrend. Deshalb wurde in der Partei laut über einen Infoanlass 5G nachgedacht. So laut, dass sich eine grössere Delegation die IG Weid zu unserer Mitgliederversammlung einfand. Nach einer angeregten Diskussion entschlossen sich die Mitglieder des Fokus Gretzenbach zusammen mit der IG Weid eine Podiumsdiskussion über 5G in Gretzenbach zu organisieren.  / RL 

Der Hort der Spiele – die Ludothek Gretzenbach

Auf der Homepage steht gross Jubiläum 30 Jahre!!!  Aber eigentlich zeichnet sich schon der 40. Geburtstag ab. Eine Frage des Gesichtspunktes? Oder eine spielerische Auseinandersetzung?

In rund anderthalb Jahren sind es 40 Jahre her, dass der Gretzenbacher über eine auswärtige Ludothek berichtet hatte. Die Anregung ist von Interessierten aufgenommen worden, was 1983 zur Vereinsgründung führte. Und nochmals 2 Jahre später fand die Eröffnung statt.

Gestartet ist die Ludothek 1985 mit 220 Spielen, heute verfügt sie über rund 1000 Spiele aller Art für Jung und Alt: Aussenspiele / Gesellschaftsspiele / Basteln / Geburtstagskiste / Lernspiele / Rollenspiele….

Die Öffnungszeiten sind jeweils am Montag von 18.00 – 19.00 und am Dienstag von 16.00 – 17.00.

Die Neue Oltner Zeitung hat in der Ausgabe Nr. 47 der Ludothek einen Beitrag gewidmet, der auf eines hinweist: Spielt mit einander! / HS

Das läuft im Dezember

Der Gretzenbacher Weihnachtsmarkt ist bereits vorbei, die Anlässe im Dezember sind aber alle weihnächtlich geprägt. Wer sich davon anstecken lässt, baut dem Weihnachtsstress vor.

Wann?Was?Wer?Wo?Wann?
01. Dez1. Advent   
02. DezGemeindeversammlung   
04. DezKafi-TräffElternvereinRömersaal8.30
04. DezWeihnachtsbastelnElternvereinRömersaal14.00
04. DezChlausaussendenkath. Kirche 18.00
06. DezSamichlaus    
07. DezMännerriege Benzenkegeln  
07. DezChinderfiir kath. Kirche16.15
08. DezMaria Empfängnis   
08. DezAdventskonzertMusikvereinKath. Kirche17.00
08. Dez2. Advent   
10. DezGemeinderat   
14. DezWaldweihnacht CEVI   
14. DezSingen im Adventkath. Kirche17.00 – 17.45
15. Dez3. Advent   
22. Dez4. Advent   
24. Dezheiliger Abend   
25. DezWeihnachten   
26. DezStephanstag   
31. DezSylvester   

Lotto ist, wenn’s ruhig wird in der Turnhalle

Über das Wochenende vom 16. und 17. November hat der Veloclub Gretzenbach sein Lotto durchgeführt. Kurz vorher hatten die Sportschützen ihr Lotto-Weekend. Vor Jahren haben sich sogar 5 Gretzenbacher Vereine um die Durchführung dieses Anlasses beworben.

Ist man erstmals an einem Lotto dabei, fallen sofort verschiedene Dinge auf: Die monotone Aufzählung der gezogenen Zahlen, die aufgestreckten Hände nach einem ‚Lotto‘-Ruf, die grossen Gewinn-Körbe – und die absolute Ruhe in der Turnhalle.

Bevor der Veloclub in die Turnhalle gezügelt ist, war die Kegelbahn des Restaurant Hirschen der Austragungsort. Und der Kanton vergab pro Jahr nur 4 Bewilligungen zur Durchführung eines Lotto-Matches. Da aber 5 Vereine daran interessiert waren, hatte jedes Jahr ein Verein das Nachsehen, was die Vereinskasse jeweils zu spüren bekommen hat. Grund für diese Begrenzung ist das kantonale Lottogesetz gewesen, welches die Anzahl der Lotto-Bewilligungen von der Zahl der Dorfbewohner abhängig machte.

Das Oltner Tagblatt hat in seiner Wochenendausgabe einen Beitrag dem Thema Lotto im Kanton gewidmet: tps://www.oltnertagblatt.ch/solothurn/kanton-solothurn/glueckszahlen-plueschtiere-abraeum-rituale-was-hinter-der-faszination-lotto-steckt-135976153 / HS

FOG – Mitgliederversammlung am 26.11.2019

Mitgliederversammlungen ermöglichen den Austausch zwischen Gemeinderäten, Mitgliedern der verschiedenen Kommissionen und der Basis. Man erfährt hier viel, kann Ideen einbringen und trifft interessante und interessierte Menschen. Und es ist der persönliche Beitrag zur Gestaltung der Zukunft von Gretzenbach. Die MV ist öffentlich.

Einladung für Mitglieder und Interessierte

Am Dienstag, den 26.11.2019, findet in der Bibliothek Meridian unsere nächste Mitgliederversammlung statt. Wie immer treffen wir uns um 19.30 Uhr. Nebst den Informationen aus dem Vorstand, dem Gemeinderat und den Kommissionen werden wir noch speziell über die ausserordentliche Vorstandssitzung vom 29.10.2019 informieren. Des Weiteren werden 5G, das Beizlifest und die GV 2020 thematisiert.

Neugierig geworden? Dann komm doch am 26.11. ins Meridian!   

Rolf Leuenberger, Präsident

Olympia im Visier

 Larissa Donatiello ist 14 Jahre alt. Sie ist dieses Jahr bereits zum zweiten Mal Schweizer Meisterin bei den U 15 im Schiessen geworden; dabei hat sie einen Schweizer Rekord erzielt.

Vor wenigen Tagen ist Larissa nun auf Grund ihrer Leistungen ins Schweizer Nachwuchskader aufgenommen worden. In einem Bericht in der Solothurner Zeitung äussert die Gretzenbacherin ihre sportlichen Ambitionen; es sind hochgesteckte Ziele: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Bis dahin wird es noch ein langer Weg sein. Aber eine Goldmedaille für Gretzenbach – so lässt sich träumen. Wir drücken die Daumen. / HS

Der vollständige Beitrag der Solothurner Zeitung über Larissa Donatiello ist nachzulesen unter :

https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/niederamt/schweizer-meisterin-hat-die-olympischen-spiele-im-visier-132488867

Das Ende des Tunnels ist in Sicht

Vor 4 Jahren ist das Baustellenfest für den Eppenbergtunnel gewesen, das Projekt ist inzwischen sichtbar fortgeschritten – wie von Geisterhand: Nur regelmässige Besucher der Baustelle haben Arbeiter am Werk gesehen. Gelegenheit, die Entwicklung sichtbar zu machen.

Der Mount Eppenberg ist am Schwinden. Der Aushub wird im Tunnel für die Verlegung der Geleise verwendet. Zudem ist ein Grossteil der Anlagen am Standort Wöschnau bereits rückgebaut worden, da sie nicht mehr verwendet werden.

Das nördliche Geleise ist bereits verlegt. Ab August 2020 sind die Testfahrten vorgesehen, die Eröffnung des Tunnels für den Schienenverkehr ist für den 12. Dezember 2020 terminiert.

(Foto: SBB) Die SBB zeigt in verschiedenen Videos Arbeitsschritte innerhalb des Projektes. Aus den Aufnahmen wird auch klar, warum so selten Arbeiter zu sehen sind: Viele Tätigkeiten sind in Nachtarbeit erfolgt. https://company.sbb.ch/de/ueber-die-sbb/projekte/projekte-mittelland-tessin/eppenberg/aktuelles/videos.html

Nachfolgend eine kleine Serie mit weiteren Baustellenaufnahmen / HS

Unlustiges Wetter – lustige Begegnungen

Was mache ich mit meinen alten Sachen? Wegwerfen? Oder?

Am 5. Oktober ist es nicht ums Entsorgen gegangen. Vielmehr fragten sich Besucherinnen und Besucher des Flohmarktes und des Teilemarktes im Grund: Finde ich, was ich schon lange suche? Hat es etwas Brauchbares für mich? Das Wetter zeigte sich zwar zum Teil von seiner garstigen Seite – wer da war, ist dennoch auf seine Kosten gekommen. Die Stände sind im Trockenen gestanden und zu einem Schwatz hat es immer gereicht. / HS


Wir sind der Verein Freizytmärt aus Kölliken. In Gretzenbach sind wir zum ersten Mal und es ist unser zweiter Flohmarkt. Wir sind nach Gretzenbach gekommen, weil es in Kölliken keine freie Halle hatte. Als Verein stellen wir zwei Mal im Jahr den Platz und die Infrastruktur für die Standbetreiber zur Verfügung. Auf die Idee für unseren Verein sind wir durch Besuche auf Flohmärkten gekommen.

Ich bin pensioniert, wollte aber noch etwas machen. Auf den Flohmarkt zu gehen ist mein Hobby. Pro Monat stecke ich etwa 30 – 40 Stunden da hinein. In den letzten Jahren hat eine Veränderung stattgefunden: Heute sind alte Sachen nichts mehr wert, das ist schade. Die Jungen habe keine Beziehung mehr dazu. In 15 Jahren wird es aber wieder anders sein. Aber es wird trotzdem auch heute noch etwas gekauft.

Während 40 Jahren bin ich als Störmech für Oldtimer unterwegs gewesen. Daher komme ich nun an Autos von ehemaligen Kunden, die jetzt zu alt sind zum Autofahren.  

Wir sind früher beruflich Konkurrenten gewesen. Und jetzt gehen wir gemeinsam auf den Flohmarkt. Aber jeder hat seinen eigenen Stand.

Das ist alles noch brauchbares Material, aber ich brauche es nicht mehr. Und der Flohmarkt findet in unserer Region statt. Ich konnte bereits einiges loswerden. Man sieht das zwar so nicht, aber ich merke es am Münz in der Manteltasche. Leider ist das Wetter eher unlustig, das merkt man. Die Leute sind eindeutig weniger kauffreudig.

Wir führen den Teilemarkt jetzt zum dritten Mal hier im Grund durch. Da unser Geschäft doch eher versteckt ist, wollten wir etwas machen um die Leute hierher zu locken. Wir organisieren mehrere Anlässe im Laufe des Jahres. Wir stellen den Platz und die Infrastruktur zur Verfügung. Die Standbetreiber sind professionelle Händler oder Privatpersonen.

Dieses Ding ist aus Holz und damit hat man früher von Hand Stoffe bedruckt. Ich schätze, es ist aus der Anfangszeit des letzten Jahrhunderts.

Das ist unser zweiter Flohmarkt. Durch einen Hausverkauf sind wir an die Sachen gekommen. Wir machen das, so lange es Spass macht. Es ist gleichzeitig die Möglichkeit, gemeinsame Familienzeit zu verbringen. Und das Schwatzen mit den Leuten und Kaffee trinken ist auch schön.

Das läuft im Oktober

Trotz Schulferien ( ) – es gibt viele verschiedene Anlässe in Gretzenbach. Und nicht vergessen: Die National- und Ständeratswahlen, die die Zusammensetzung des Bundesparlaments für die kommenden 4 Jahre festlegen.

30. Sept – 5. OktHerbstlagerCevi  
05. OktTeile- u. Flohmarkt Im Grund7.30 – 17.00
20. Okt National- u. Ständeratswahlen
24. Okt.Infoanlass Bläserklasse Musikverein Probelokal MvG 20.00
26. OktKurbisschnitzen Elternverein  
26. / 27. OktLotto SportschützenTurnhalle 57 
27. OktEnde Sommerzeit   
27. Oktökum. Gottesdienst am Arbeitsort Im Grund 3010.15
31. OktReformationstag   

Mitgliederporträt: Urs Sennhauser

«Fokus Gretzenbach» lebt von seinen Mitgliedern. Aus diesem Grund möchten wir an dieser Stelle in loser Reihenfolge Personen vorstellen, die sich bei FOG engagieren. Dieses Mal im Fokus: Urs Sennhauser. Continue reading

Die Vielfalt des Behindertensporttages

Lebensfreude pur – das präsentiert sich jedes Jahr am Behindertensporttag. Die Bildergalerie vermag nur einen kleinen Teil davon zu zeigen. Aber etwas wird klar ersichtlich: Es war ein toller Jubiläumsanlass. / HS

Weitere Beiträge zum Behindertensporttag 2019 siehe:

http://www.fokus-gretzenbach.ch/30-jahre-behindertensporttag-sonne-spor-spass-und-eine-spende/

http://www.fokus-gretzenbach.ch/seit-30-jahren-immer-wieder-dabei-die-freiwilligen-helferinnen-und-helfer-am-behindertensporttag/

Seit 30 Jahren immer wieder dabei: Die freiwilligen Helferinnen und Helfer am Behindertensporttag

Fast 150 Sportlerinnen und Sportler haben am diesjährigen Sporttag teilgenommen. Aus Anlass des Jubiläums sind neue Spiele – passend zum Geburtstag – kreiert worden. Rund 100 Männer, Frauen und Jugendliche haben mitgeholfen, dass einmal mehr ein besonderes Erlebnis entstehen konnte. Ihnen ist dieser Beitrag gewidmet. / HS


Ich bin das erste Mal als Helfer dabei. Es ist eine schöne Sache, tiptop!

Freude bereiten ist ein gutes Gefühl.

Es ist genial. Ich bin vor 3 Jahren zum Mitmachen angefragt worden. Die Freude der Sportlerinnen und Sportler sollte sich auf uns übertragen, dann wäre alles viel besser.

Wir finden den Anlass eine gute Sache. Wir sind gerne mit Menschen in Kontakt. Die Menschen hier sind mit wenig zufrieden – man lernt wieder demütig zu sein.

Für Behindertensportler und Spitzensportler ist die Situation die gleiche: Es braucht Engagement, Herzblut und Durchhaltevermögen.

Die Bürgergemeinde sponsert den Sporttag, weil er eine gute Sache ist. Er ist vor Ort, nachhaltig und sozial.

Ich bin in den Behindertensporttag hineingerutscht. Es stehen nicht alle Menschen auf der Sonnenseite des Lebens. So kann ich etwas zurückgeben. Das zeigt sich in den Gesichtern der Sportler; da ist Freude und Ehrgeiz zu sehen.

Wir sind als Familienbetrieb an diesem Anlass engagiert. Der Damenturnverein hat Helferinnen gesucht, da habe ich mich gemeldet. Die Cevi hat mitgemacht, da sind unsere Jungen dabei gewesen. Und mein Mann hat die Festwirtschaft übernommen.

Ich bin 2015 in meine Funktion als Präsident des Vereins hineingerutscht. Seither habe ich den Plausch mit dem OK, das ist sensationell. Jedes Mitglied weiss, was zu tun ist und es herrscht eine super Kameradschaft. Es macht Spass.

Ich bei seit 30 Jahren mit dabei. Damals bin ich Präsident des Turnvereins gewesen. Da ein ansehnlicher Betrag aus den Bussgeldern des Turnfestes in Däniken übrig geblieben ist, hat man den ersten Sporttag geschaffen. Jetzt sind es 30 Jahre Freude – und es ist ein dankbares Publikum. Noch nie hat einer reklamiert.

Es ist sehr schön, dass es so einen Anlass für geistig Beeinträchtigte gibt. Da helfe ich gerne mit.
Der Aufwand lohnt sich, wenn man die Freude der Sportler sieht, da können wir zufrieden nach Hause gehen.

Ich bin hier, um den Leuten, die diesen Anlass seit 30 Jahren durchführen, Danke zu sagen und ihnen Respekt zu erweisen. Heute bin ich zum 3. oder 4. Mal dabei. Esther Gassler hatte mich damals auf den Behindertensporttag aufmerksam gemacht.

Es macht einfach Spass mit den Leuten hier; sie sind herzlich und haben Ehrgeiz. Es ist einfach schön.

Wir haben einmal mehr Wetterglück. Es sind tolle Leute, die mitmachen. Ich habe Freude zu sehen, wie sie mitmachen.

Die Turner haben den Sporttag angerissen. Es ist ein Anlass der Turnerfamilie. Für die Männerriege ist es ein Beitrag, den wir leisten wollen, um jene zu unterstützen, die nicht so turnen können wie wir.

Wir kommen jetzt seit 3 Jahren. Wir sind hier, um den Sportlerinnen und Sportlern eine Freude zu machen. Es ist ein dankbarer Auftritt – Musik macht immer Freude.

Weitere Beiträge zum Behindertensporttag 2019:

http://www.fokus-gretzenbach.ch/die-vielfalt-des-behindertensporttages

http://www.fokus-gretzenbach.ch/30-jahre-behindertensporttag-sonne-spor-spass-und-eine-spende/(öffnet in neuem Tab)

Eine Suche wurde erfolgreich abgeschlossen und eine neue hat begonnen

Die Mitgliederversammlung vom 24. April hat einmal mehr gezeigt: Da erfährt man die neusten Infos zur Gemeinde –  Gretzenbach hat wieder einen Finanzverwalter.

Vor rund einem Monat hat eine Versammlung der Ortsparteienpräsidenten stattgefunden. Obwohl die nächsten Gemeinderatswahlen noch zwei Jahre entfernt sind, machte man sich bereits Gedanken über mögliche Kandidatinnen und Kandidaten. Denn es zeichnen sich Abgänge ab und zudem wird die Stelle des Gemeindepräsidenten / der Gemeindepräsidentin neu zu besetzen sein. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass es jemand sein wird, der noch nicht im aktuellen Gremium sitzt. Diese Situation ist sehr herausfordernd. Die Frage lautete denn auch: Wie erreicht man neue Kräfte? Angesprochen sind Personen, bei denen nicht mehr die berufliche Karriere oder die Familienplanung zu oberst stehen – also 30+. Und besonders NeuzuzügerInnen gilt es einzubinden, damit Gretzenbach nicht zu einem Schlafdorf verkommt. Die nächste Zusammenkunft der Ortsparteienpräsidenten findet nach den Sommerferien statt.

Zur Diskussion Anlass gegeben hat auch die Absicht der Raiffeisenbank, den Bancomat vom Dorfzentrum in den Schachen zu zügeln. Die Bankleitung stellt finanzielle Überlegungen in den Vordergrund – der Bacomat am jetzigen Standort wird zu wenig genutzt, ist also nicht wirtschaftlich. Ende 2018 hat sich die Bank beim Gemeindeammann nach einem neuen Standort auf dem Areal des Gemeindehauses erkundigt. Die erhaltene Antwort ist positiv gewesen, d.h. da wäre ein neuer Standort möglich. Das ausgesteckte Profil beim Denner zeigt aber, dass davon wieder Abstand genommen worden ist. Aus dem Kreis der FOG-Mitglieder sind denn auch die folgenden Fragen aufgeworfen worden:

  • Wie soll ein Dorfzentrum, wie es eben im angenommenen Leitbild angesprochen worden ist, realisiert werden, wenn wichtige Dienstleistungen nicht mehr angeboten werden?
  • Wie erreichbar muss ein Bancomat für den Grossteil der Bevölkerung sein (ältere Menschen, Personen ohne Auto)?
  • Braucht die angestrebte Kundschaft das Bargeld aus den Automaten tatsächlich für die Einkäufe in den angrenzenden Geschäften?
  • Ist der Standort ideal gewählt, d.h.: Fahren die Bezüger auf den Parkplatz oder werden die Trottoirs mit Autos überstellt?
  • Muss ein Bancomat rentieren?
  • Muss es ein Raiffeisen-Bancomat sein?

Das Gespräch mit der Leitung der Raiffeisenbank wird im Namen des gesamten Gemeinderates gesucht.

Geplant ist, ab 1. Januar 2021 einen Bauverwalter zu 80% einzustellen, der entsprechende Antrag des Gemeinderates wird in den nächsten Wochen erfolgen.

Seit gestern ist klar: Die Suche nach einem neuen Finanzverwalter ist zu Ende. Der Gemeinderat hat einen Mann gewählt, er wird sein Amt per 1. August antreten. Der 39-Jährige bringt neben Berufskenntnissen aus dem Bankenwesen eine 6jährige Erfahrung aus der Finanzkommission seiner Wohngemeinde mit. Damit ist ein wichtiges Kapitel abgeschlossen, das fast noch wichtiger ist, als die Suche nach einem Gemeindeammann.

Ab Ende Jahr wird Gretzenbach wieder über eine eigene Trinkwasserversorgung verfügen. Das neue Grundwasserreservoir ist fertig gestellt und erfolgreich getestet worden. Die Übergangslösung nach Aarau wird als Notwasserleitung in Reserve gehalten.

Für die ausgeschriebene Stelle des Werkhofarbeiters sind 17 Bewerbungen eingegangen, das Auswahlverfahren läuft.

Die USK klärt mit dem Lindenhof ab, ob wieder eine Grossmengenabfuhr angeboten werden kann. Das bisherige Problem der Grossmengen ist gewesen, dass das Volumen, nicht aber das Gewicht ermittelt werden konnte. Die Anschaffung einer Zange mit integrierter Waage könnte die Lösung sein. Das Geschäft geht an den Gemeinderat.

Zum Schluss das Wichtigste zum Grillabend vom 17. Mai im Kleinkaliberschützenhaus Zingg.

  • Der Anlass ist offen für alle Mitglieder und Interessierte an Fokus oder am Grillen.
  • Ab 18 Uhr gibt es einen Apero, spendiert von Fokus.
  • Ab 19 Uhr kann gegrillt werden. Essen und Trinken muss mitgebracht werden.
  • Für das Dessertbuffet sind noch Kuchenspenden gesucht.
  • Eine Anmeldung an redaktion@fokus-gretzenbach.ch ist erforderlich. / HS