Gretzenbach sucht den optimalen Mix von Alt neben Jung

Gegen 50 Personen folgten der Einladung der Gemeinde zum Workshop ‚räumliches Leitbild‘. Es sind viele Anregungen eingebracht worden. Gezeigt hat sich aber auch schon, welche Schwierigkeiten zu erwarten sind. Das neue Raumplanungsgesetz verlangt eine Verdichtung der Bauweise.

Gemeindeammann Daniel Cartier begrüsste die Anwesenden und meinte: „Heute wird das Skelett für das räumliche Leitbild gelegt, an dem aber doch schon Fleisch vorhanden sein wird“. Konkret bedeutete dies: Das gültige Raumplanungsgesetz, welches von Gretzenbach mit 71,5 % angenommen worden ist, unterbindet die weitere Zersiedelung der Landschaft und verlangt eine verdichtete Bauweise. Aus Landwirtschaftsland kann also nicht mehr – so wie bisher – Bauland werden. Zum Teil sind die Quartiere im Dorf schon recht nahe an den geforderten Vorgaben des Kantons bezüglich der Bevölkerungsdichte. Da die Prognosen aber eine Bevölkerungszunahme voraussagen, wird es unumgänglich sein, Zonen für verdichtetes Bauen zu bestimmen.

Gretzenbach hat einen hohen Anteil an Einfamilienhäusern. Möglichkeiten von verdichteter Bauweise können also sein: Stockwerk-Aufstockung / Ergänzungsbauten / Zusammenlegung von Landparzellen.

Ein anderes wichtiges Anliegen war, die Wohnstruktur so entwickeln, dass Gretzenbach einen guten Mix von Alt und Jung aufweisen wird. Denn die Überalterung der Einwohner macht auch vor unserem Dorf nicht Halt. Der Gemeindeammann betonte am Schluss denn auch, dass der Einbezug der heutigen jungen Erwachsenen noch überlegt wird.

Bis August 2018 sollte der Entwurf des räumlichen Leitbildes vorliegen. Im September sind eine Informationsveranstaltung und weitere Mitwirkungsmöglichkeiten der Bevölkerung vorgesehen. Ziel ist, das Leitbild im kommenden Frühjahr an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung zu verabschieden, so dass anschliessend die Feinplanung getätigt werden kann, die dann bis etwa Jahrhundertmitte rechtsgültig sein wird.

Bild + Text / HS