Feuerwand und Grillfest

Der Schweizerische Feuerwehrverband feiert dieses Jahr sein 150-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Grund lancierte er die Nacht der offenen Tore. Die Stützpunktfeuerwehr Schönenwerd lud daher die Bevölkerung am 30. August zur Besichtigung des Magazins und des Materials ein, die Mannschaft stand Red und Antwort. 

Die Stützpunkfeuerwehr ist aus der Fusion der Feuerwehren Schönenwerd, Gretzenbach und Eppenberg-Wöschnau entstanden. Ihr Einsatzgebiet umfasst die Gemeinden Däniken, Walterswil, Lostorf, Stüsslingen, Rohr SO, Erlinsbach SO, Niedergösgen und Obergösgen. Der aktuelle Mannschaftsbestand zählt 60 Personen, davon sind 7 Frauen. Zum Fahrzeugpark gehören 9 Fahrzeuge. Mit 12 Jahren ist es möglich, der Feuerwehr beizutreten, zunächst in der Jugendfeuerwehr, ab 21 Jahren im aktiven Dienst.

Eines war offensichtlich: Die Mannen und Frauen stellten mit Stolz ihre verschiedenen Tätigkeiten innerhalb des Korps und das ausgestellte Material vor, die Informationen und die aufgestellten Fahrzeuge regten zu Fragen und Gesprächen an. So verfügt der Stützpunkt seit diesem Jahr über eine Software, die über die Autonummer unverzüglich den Fahrzeugtyp des Unfallautos mit all den heiklen Positionen (z.B. Treibpatronen) und Verstärkungen zeigt.

Die Kinder kamen beim Feuerlöschposten auf ihre Rechnung. Und auch die Wärmebildkamera weckte die Neugier, sahen darin die Personen so komisch grünlich aus – wie Aliens.

Trotz 150 Jahren ist die Feuerwehr modern geworden, sie verteilte Give-aways in Form von Kinderbüchern, Frisbees, Lippenpomaden – selbstverständlich im Feuerwehrlook.

Aufgabe der Feuerwehr ist das Feuer zu beherrschen, der Grill führte eher ein Eigenleben, er heizte unterschiedlich. Dennoch fanden die angebotenen Speisen und Getränke ihre Abnehmer, der Vorplatz und die Temperaturen haben auch zum Verweilen eingeladen.

Trotz der Feierlaune – auch die Verstorbenen des Unglückes im November 2004 haben ihren Platz gehabt. / HS