Mein Leben als elektrosensible Person: Der Bewegungsraum wird immer kleiner

Fokus Gretzenbach nimmt das Thema der Elektrosensibilität ernst, weil es ein neues und umstrittenes Thema ist. Tatsache ist: Wir wollen überall und jederzeit qualitativen guten Zugriff auf die Datenströme haben. Wegen unserer grossen Mobilität, unserer Konsumiersucht und auch Bequemlichkeit ist WLAN das Zaubermittel, d.h. Sender und Empfänger kommunizieren durch die Luft – dank Funksignalen und die sind überall.

Die Diskussion um die Strahlen und ihre Auswirkungen erinnern an die Kämpfe ums Blei-Benzin, um die Atomkraft, um DDT, Asbest  …. Zunächst sind diese Neuerungen hochgejubelt worden, bis man merkte, dass sie ganz klar auch sehr schlechte Nebenwirkungen haben. Bezüglich Strahlungsdiskussion, bzw. Elektrosensibilität muss sich die Geschichte nicht wiederholen. FOG stellt sich nicht gegen die digitale Zukunft, will aber auch die Rückseite der Medaille beleuchten.

Am besten geht dies mit einem Bericht, geschrieben von einer Person aus Gretzenbach, die elektrosensibel ist und im gewöhnlichen Alltag permanent die Auswirkungen der Strahlen spürt. FOG kennt diese Person, verzichtet aber auf die Nennung des Namens, da elektrosensible Personen schnell als Simulanten, Sensibelchen oder ähnlich bezeichnet werden.

Nachdem wir vor vielen Jahren in unser Haus gezügelt sind, konnte ich monatelang kaum schlafen. Ein Bekannter vermutete, dass dies mit Elektrosmog zusammenhängen könnte. Wir haben darauf 2003 eine professionelle Vermessung machen lassen und herausgefunden, dass wir auf dem Stromnetz Hochfrequenz hatten. Nach einer „Elektrosmog-Sanierung“ wurde es deutlich angenehmer und ich konnte wieder schlafen. Später ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich auswärts in der Nähe von Natelantennen oder mit WLAN im Zimmer nicht schlafen konnte.

Die Beschwerden sind auch an einem Anlass aufgetreten, wo versprochen war, dass der Raum strahlungsfrei sei. Nachgemessen haben wir erst, nachdem mehrere Leute Beschwerden hatten. Und tatsächlich war der Raum mit hochfrequenter Strahlung belastet.

Nach einer Übernachtung in einer Berghütte ohne Natelempfang und WLAN bin ich am Morgen trotz nicht sehr angenehmen Bedingungen mit einem klaren Kopf erwacht, mochte gut aufstehen und hatte den ganzen Tag viel Energie. Zu Hause kenne ich dies seit Jahren nicht mehr.
Daher bin ich nach der Arbeit fast täglich im Wald oder fahre an einen Ort, wo ich Zeit in einem Funkloch verbringen kann. Nach ein paar Stunden in einem Funkloch verschwinden die Beschwerden, welche daheim leider rasch wieder da sind.

Inzwischen hat zu Hause die Strahlung von aussen aber so stark zugenommen, dass seit 2019 meine Elektrosensibilität viel schlimmer geworden ist. Ich bin dauermüde und nahe einer Erschöpfung. Bei zu viel Strahlung beginnt der Kopf zu kribbeln, gefolgt von Taubheitsgefühlen, Kreislaufproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Wortfindungsproblemen und Atemschwierigkeiten. Ganz schlimm sind die Löcher danach, welche sich bei vielen Elektrosensiblen erst Stunden später zeigen (vergleichbar mit Sonnenbrand – dieser schmerzt auch erst später). Dann bin ich innerlich sehr nervös, habe Herzrasen, Schlafprobleme, Zuckungen, Depressionen und Weinkrämpfe. Während drei Monaten war ich vom Arzt teilzeitig krankgeschrieben. Er ist überzeugt, dass die Beschwerden mit der Strahlung zusammenhängen und hat darum ein entsprechendes Attest geschrieben.

Zu Hause brauchen wir das Internet übers Kabel, telefonieren mit einem Kabel-Telefon, auch Tablets und Natels werden mit einem Adapter übers Kabel genutzt. WLAN haben wir keines. Das reicht leider nicht: In unserem Haus haben wir neben der Strahlung der Natel-Antennen sehr viele Fremd-WLAN-Netze aus der Nachbarschaft. Bei einer Lebensmittelallergie würde man auf das betreffende Lebensmittel verzichten. Hochfrequente Strahlung wird allen aber rund um die Uhr von Natel-Antennen und anderen smarten Geräten aufgezwungen.

Da ich wegen der Strahlung von aussen seit Jahren nicht mehr erholsam geschlafen habe, bin ich für einige Wochen in den Keller gezügelt. Inzwischen habe ich einen Abschirm-Baldachin für das Bett angeschafft. Leider zahlt die Krankenkasse trotz Arztrezept keinen Beitrag daran. Im Büro sind teure Abschirmstoffe aufgehängt, damit ich in diesem Raum überhaupt noch sein kann. Wirklich wohl ist es mir nur noch im Keller und unter dem Baldachin. Auch rund ums Haus halte ich es nicht mehr lange aus.

In Teilzeit arbeitend kann ich die Büroarbeit von zu Hause aus erledigen. Schwierig sind Sitzungen, bei denen Handys nicht auf Flugmodus gestellt sind. Auswärts arbeiten ist unmöglich geworden. 

Reisen mit Bus und Zug sind inzwischen fast unmöglich geworden, die Beschwerden während und nach der Reise sind sehr gross. Die modernen Wagen verfügen über immer mehr Elektronik. Dazu kommen Handyverstärker und oftmals WLAN. Sehr viele Passagiere haben das Handy eingeschaltet, arbeiten am Tablet oder hören Musik über Bluetooth-Verbindungen. All dies sind Strahlungsquellen, die für Elektrosensible unaushaltbar sind. Viele Elektrosensible verzichten daher seit Jahren auf die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch das Autofahren wird anstrengend, da v.a. auf Autobahnen und entlang Bahnlinien die Strahlung der Natel-Antennen sehr hoch ist.

Ferien werden zum Spiessrutenlauf. Fast überall wird WLAN zur Verfügung gestellt. Es ist also schwierig, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden, wo man einigermassen schlafen kann, selbst mit Abschirmschlafsack. Und manchmal bleibt nur das Essen im Zimmer übrig, da dies im Restaurant unmöglich ist.

In Lebensmittelgeschäften ist die Strahlung so hoch, dass ich nach dem Einkaufen eine längere Erholungszeit brauche. Inzwischen gehe ich kaum mehr selber einkaufen. Früchte Rychard ist aber so hilfsbereit und liefert die Bestellungen nach Hause.

Auch der Besuch von Sportanlässen, Arzt, Optiker, Therapie, Fitness, Coiffeur usw.  ist mit viel Strahlung verbunden. Selbst in den Spitälern ist überall WLAN. Und gemäss Auskunft des Hausarztes sind dort mittlerweile auch die Geräte über Funk verbunden. Da werden Elektrosensible eher krank als gesund.

Während des Lockdowns ist durch die viele Heimarbeit über kabellose Verbindungen die  Strahlungsbelastung nochmals gestiegen. Mit der Einführung der Covid-App wird es nochmals schwieriger, da das Handy immer eingeschaltet sein muss.

Der Corona Lockdown hat für Elektrosensible nicht viel verändert: Sie leben auch ohne Corona-Virus sehr isoliert.

In der Schweiz sind etwa 5 bis 10 % der Personen elektrosensibel. Mit der Aufrüstung der Antennen und immer mehr smarten Produkten wird es zunehmend elektrosensible Personen geben. Wie soll das Leben von Elektrosensiblen in der Schweiz weitergehen? Wohin können wir gehen? Einfach in die Berge zügeln funktioniert nicht. Auch dort sind die meisten Orte bereits verstrahlt.

Verliere  ich wegen der überall vorhandenen Strahlung Hobbies und auch Freundschaften?

Es gibt Lösungsmöglichkeiten, um den Mobilfunk gesundheitsverträglich zu gestalten.
– Im Hausinnern kann verkabelt werden. Dies funktioniert heute schon, mit Glasfaserkabeln würde dies noch schneller gehen.

– Wer WLAN brauchen möchte, kann dies so einstellen, dass die Nachbarn nicht belastet werden (Einstellungen, Lage vom Router im Haus, Abschirmstoff um den Router oder Ecomode-Router brauchen).

– Bei DECT-Telefonen kann Ecomode Plus aktiviert werden, damit diese nur bei Gebrauch strahlen. Darauf achten, dass andere Geräte nicht unnötig strahlen, WLAN deaktivieren, wenn es nicht gebraucht wird (Drucker, Fernseher usw.).
– Im öffentlichen Verkehr sollte es in jedem Zug einen Wagen ohne Funkstrahlung geben, d.h. ohne Handyverstärker, ohne WLAN und mit Handyverbot.

Wichtig ist auch das Angebot an Arbeitsplätzen, Einkaufsläden, Arztpraxen, Coiffeursalons, Hotels, Restaurants, usw., die für Elektrosensible geeignet sind. So können auch Elektrosensible arbeiten, ihren Alltag selber gestalten und auch Ferien machen.

Ich hoffe, dass das Verständnis für Elektrosensible in unserer Gesellschaft wachsen wird und schnell Lösungen gefunden werden.

Links mit weiteren Informationen:
www.diagnose-funk.org und www.elektrosensibel-ehs.de Aktuell werden Unterschriften gesammelt für die Mobilfunk-Initiative www.mobilfunk-initiative.ch

Sind Sie fit für die Monster-Abstimmung?

Wegen Corona ist der Abstimmungssontag vom 27. September ziemlich befrachtet. Es geht um 5 eidgenössische und 2 kantonale Vorlagen plus eine Wahl. Das kann man nur wohl vorbereitet und körperlich fit durchstehen. Hier eine Anleitungshilfe.

Haben Sie sich schon mit den eidgenössischen Abstimmungsvorlagen befasst? Dann können Sie sicher die Titel der Vorlagen aufzählen. Wie viele Initiativen befinden sich darunter? In welchen Vorlagen spielt das Geld eine sehr wichtige Rolle? Ähnliche Fragen finden Sie unter dem folgenden Link:

https://www.bluewin.ch/de/news/schweiz/wissen-sie-worum-es-am-monster-abstimmungstag-geht-431421.html

Sie haben das Quiz absolviert und sind nun motiviert, damit ist die erste Hürde geschafft. BRAVO!

Ausführliche Informationen zu allen Geschäften finden Sie nun in den zugestellten Abstimmungsvorlagen.

Ohne Energieaufwand – Lesen, Diskussionen … – wird es kaum möglich sein, die informationen aufzunehmen, zu analysieren und zu einer Entscheidung zu kommen. Es braucht also körperliche Fitness. Dafür bieten sich zwei bekannte Grössen aus dem Sportbereich an:

Viktor Röthlin, Europameister im Marathon im Jahre 2010, hat ein Lauftraining vorbereitet, hier kommen Sie zu den einzelnen Trainingseinheiten:

https://www.bluewin.ch/de/leben/fit-gesund/rennen-schoggi-sex-mit-viktor-roethlins-tipps-laeuft-sich-leichter-409487.html

Wenn Sie ein abwechslungsreicheres Programm wünschen empfiehlt sich: Fit mit Adriano. Der TV-Langlaufexperte Adriano Iseppi richtet sich eigentlich an ältere Semester, das Programm ist aber so vielseitig, dass auch jüngere Jahrgänge ins Schnaufen kommen.

https://www.srf.ch/play/tv/sendung/fit-mit-adriano?id=938a46b3-8224-492f-843b-ba36b40e0388

Zu beachten gilt jetzt noch, dass das persönliche Einlegen der Stimmunterlagen in die Urne nur noch am Sonntag zwischen 11.00 und 12.00 möglich ist.

Von Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der USA, stammt folgendes Zitat, das sich auch auf Abstimmungen anwenden lässt:

«Wahlen gehören den Menschen. Es ist ihre Entscheidung. Und wenn sie entscheiden, dem Feuer den Rücken zuzukehren und sich den Hintern zu verbrennen, dann müssen sie nachher eben auf ihren Blasen sitzen.»

Um das zu vermeiden, bleibt nur eines übrig. Gehen Sie abstimmen! Und vergessen Sie nicht: Nach der Abstimmung ist vor der nächsten Abstimmung / HS

5G – Umfrage: Vorwärtsstrategie oder Abwarten?

FOG hat erstmals eine Umfrage lanciert. Das Thema war die 5G-Technologie. Die IG Weid bekämpft eine neue Sendeanlage. Was kann Gretzenbach daraus lernen?

Zunächst dies: Unabhängig von der Umfrage ist der Gemeinderat bereits aktiv geworden und hat am 21. Januar beschlossen, auf gemeindeeigenen Parzellen und Gebäuden in der Wohnzone keine Antennen 4G oder 5G zu bewilligen.

Am 29. Januar hat eine Debatte im Solothurner Kantonsrat die Erkenntnis gebracht, dass der Kanton für 5G nicht zuständig ist.

Nun zur Umfrage: Bis zum 1. Februar haben 43 Menschen ihre Meinung über die 5G-Technologie mitgemacht. Hier die Resultate:

Die Umfrage ist am 1. Februar geschlossen worden

Die Umfrageergebnisse sind eine Momentaufnahme und absolut nicht repräsentativ, dafür haben zu wenige Personen mitgemacht. Trotzdem wagen wir uns an eine Auseinandersetzung mit dem Thema:

– Es wäre leicht gewesen, das Umfrageresultat deutlich und einseitig ausfallen zu lassen. Die IG Weid vertritt rund 200 Einsprecher gegen die geplante Sendeanlage bei der Garage Weid. Hätte diese Gruppe öffentlichen Druck aufbauen wollen, würde das Resultat anders aussehen.

20 Minuten hat im November 2019 fast 13’000 Personen zu ihrer Einstellung bezüglich des flächendeckenden 5G-Ausbaues befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass 54% der Befragten sich gegen den 5G-Ausbau geäussert haben. Unsere Resultate bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen. Da drängt sich die Frage auf, ob das nur Zufall sei.

– Die Gemeinde hat für das Dorfzentrum eine Befragung der Bevölkerung lanciert, vielleicht lohnt sich ein ähnliches Vorgehen bei der 5G-Technologie?

– Die Umfrage von 20 Minuten liefert einen möglichen Ansatz: 53% der Befragten hatten sich für ein Moratorium ausgesprochen, d.h. für ein befristetes Einfrieren des Ausbaus von 5G. Ein Moratorium gäbe auch Gretzenbach Gelegenheit, in Erfahrung zu bringen, was alles möglich ist und wie einzelne Kommunen mit dem Thema umgehen. An verschiedenen Orten ist bereits ein Moratorium eingeführt worden, so lange, bis vom Bund erwartete Antworten eintreffen.

– Ein Blick über die Gemeindegrenzen lohnt sich. Kestenholz hat im Zonenreglement vom April 2018 festgehalten, dass Mobilfunkanlagen nur in der Gewerbe- und Industriezone und in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen gestattet sind.

– In Mahren liegt auch ein Baugesuch für eine Funkantenne auf, die Chancen für eine Bewilligung werden als gut eingestuft, trotz erheblichem Widerstand dagegen. Daraus kann man ableiten: Die einzelnen Gemeinden des Niederamtes schauen für sich, der Blickwinkel des gesamten Region wäre vielleicht der bessere.

Es lohnt sich also, wenn der Gemeinderat und die Einwohner Zeit bekommen, sich objektiv mit dem Thema zu befassen und Lösungen rechtzeitig zu erarbeiten, denn der globale Druck für diese Technologie ist gross. Die Ortsplanungsrevision befindet sich in Gretzenbach zwar in einem fortgeschrittenen Stadium, neue Erkenntnisse sollten dennoch Platz darin finden können.

Packen wir das Thema an, bevor wir vor vollendeten Tatsachen stehen. / HS

Beizlifest und Euro 2020: Wir sind dabei!

FOG führte am 24. Januar die ordentliche GV durch. Es gab zwei klare Entscheidungen bezüglich Beizlifest und 5G-Infoanlass. Und die Partei steht im Moment ohne Führung da.

Nach dem Apero eröffnete Noch-Präsident Rolf Leuenberger die Versammlung. Er hatte vor einem Jahr das Amt – nach einem Unterbruch – zum zweiten Mal übernommen mit der klaren Ansage, die Partei während eines Jahres zu führen. Trotz Bemühungen konnte keine Nachfolge gefunden werden. Gemeinderat Wädi Schärer formulierte den Sachverhalt so: ‘Ohne Präsident da zu stehen, ist nach Aussen hin nicht schön. Aber ich bin guten Mutes, dass wir trotzdem etwas Gutes leisten können! ’ Der Vorstand wird in nächster Zeit ziemlich gefordert sein.

Fokus verfügt über eine ansehnliche Schar sehr engagierter Mitglieder. Aber es geht uns wie den anderen Parteien und Vereinen: Es fehlt der Nachwuchs und die aktuellen Mitglieder leisten seit vielen Jahren sehr gute Arbeit zu Gunsten der Partei und des Dorfs.

Nach diesem betrüblichen Traktandum war die klare Zustimmung zum Raclette-Zelt während des Beizlifestes 2020 ein wahrer Aufsteller. Die Voten, die in der Diskussion vorgebracht worden sind, waren: ‘Wir machen das für das Dorf!’ ‘Das zusammen Arbeiten an diesem Anlass ist für uns sehr wichtig, auch wenn es sich nicht um politische Arbeit handelt! Wir fördern so den internen Teamgeist! ’

An der letzten Mitgliederversammlung 2019 ist beschlossen worden, dass FOG sich an einem ausgewogenen Informationsanlass über die 5G-Technologie beteiligen will. Nach Informationsgesprächen und Abklärungen bei Experten ist beschlossen worden, davon Abstand zu nehmen, weil ein objektiver Anlass zurzeit nicht realisierbar ist. Gegner dieser Technologie finden sich leicht, Befürworter zieren sich, da sich zum Teil heftiger Protest gegen 5G bemerkbar macht. Das Thema bleibt aber im Fokus.

Die Strahlenproblematik macht sich aber nicht nur im Umkreis der Sendemasten bemerkbar. Jeder Haushalt ist mit Strahlen konfrontiert, die intern produziert werden. Da können alle einen Beitrag für sich und die Nachbarn zu einer Reduktion leisten. Die Versammlung hat denn auch ausdrücklich zugestimmt, Tipps zum persönlichen Umgang mit Strahlenquellen zu publizieren. Diese werden demnächst aufgeschaltet.

Auf Initiative des Elterndrahtes wird der Spielplatz zwischen Kugelstossanlage und Kindergarten bis zum Sommer erweitert. Die Gruppierung sammelte Geld für die Realisierung des Platzes und die Anschaffung weiterer Geräte. FOG hat für dieses Projekt 500.- gespendet.

Im Juni spielen die Schweiz und Wales in der Vorrunde der Europameisterschaft. Bereits an der WM vor zwei Jahren haben Mitglieder daraus einen Fussball-Event gemacht. Am 13. Juni kommt also die nächste Gelegenheit zu einem gemeinsamen Fussball-Watching. Eine Einladung dazu wird noch folgen.

Danach folgte der gemütliche Teil mit Nachtessen und angeregten Diskussionen.

In eigener Sache: Wir wollen auch am Beizlifest 2030 das Raclette-Zelt führen und dafür brauchen wir jetzt schon neue Leute. Machen Sie mit und schnuppern Sie FOG-Luft/ HS

5G: Fluch oder Segen für Gretzenbach?

Das Thema polarisiert: Es gibt die 5G-Fans, für sie steht Technologie für den Fortschritt. Die Gegner befürchten unabsehbare Schädigungen. Und Gretzenbach ist auch von der Thematik betroffen. Beteiligen Sie sich an unserer Umfrage!

Es ist ähnlich wie beim Thema Schule: Alle haben sie mal besucht und sind daher in der Lage mitzureden. Zum Einstieg ist daher der nachfolgende Artikel empfohlen, der versucht beide Seiten zu 5G zu erhellen.

https://www.oltnertagblatt.ch/schweiz/streit-um-5g-netz-das-ringen-geht-in-die-naechste-runde-136176764

Fakten und Ereignisse rund um 5G

Das Bundesamt für Kommunikation weist auf seiner Übersichtskarte an der Oltnerstrasse aktuell 2 Mobilfunkantennen aus, die insgesamt 6 Sendeanlagen beherbergen. Die Sendeleistungen bewegen sich dabei von 2G bis 5G.

Der Bund hat Ende 2019 den Bericht der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung veröffentlicht. Darin werden Einschätzungen zu Bedürfnissen und Risiken beim Aufbau von 5G-Netzen abgegeben, der 5G-Technologie wird aber kein Schädigungspotenzial unterstellt.

Die Stossrichtung des Bundes wird bekämpft, so sind 5 Volksinitiativen in der Pipeline, die sich alle mit dem Mobilfunk und dessen Auswirkungen befassen.

Im Niederämter vom 9. Januar 2020 sind die Bauausschreibungen von Salt und Sunrise publiziert, die die Swisscom-Antenne vor der Westeinfahrt des Eppenbergtunnels erweitern wollen. Diese Projekte sind bereits im letzten Herbst ausgeschrieben gewesen Zwei Einsprachen sind damals eingegangen.

In der Weid ist ein weiteres Baugesuch für eine Natelantenne am Laufen. Das Projekt wird von den Anwohnern heftig bekämpft, über 100 Einsprachen sind abgegeben worden.

Der Gemeinderat vertritt die Haltung, dass er auf den öffentlichen Bauten und Parzellen keine Mobilfunkanlagen bewilligen wird.

Wie ist die Stimmung im Dorf?

Bezüglich 5G ist Vieles am Laufen und wenig absolut klar. Daher interessiert uns Ihre Meinung. Machen Sie bei unserer Umfrage mit! Je mehr Meinungen eingehen, desto repräsentativer wird das Stimmungsbild im Dorf sein. / HS

Was ist Ihre Meinung zu dem 5G Mobilfunknetz?

  • Ich bin absolut dagegen, dass 5G in der Schweiz flächendeckend mit dem heutigen Wissenstand bezüglich der Strahlungen eingeführt werden soll. (51%, 22 Votes)
  • Ich bin klar dafür, dass 5G flächendeckend und möglichst schnell in der Schweiz mit den entsprechenden Installationen (Antennen) eingeführt werden soll. (35%, 15 Votes)
  • Ich bin mir noch nicht sicher, tendiere aber eher dagegen, dass man die Technologie flächendeckend installiert, da man bezüglich der Strahlungen noch zu wenig weiss. (12%, 5 Votes)
  • Ich bin mir noch nicht sicher, tendiere aber eher dafür, dass die Technologie möglichst schnell installiert wird. (2%, 1 Votes)
  • Ob die 5G flächendeckend eingeführt werden soll oder nicht, ist mir egal. (0%, 0 Votes)

Total Voters: 43

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Hans-Peter Steiner
pixabay.com

Mitgliederversammlung im Zeichen von 5G, Finanzen und Langmattrainweg

An der letzten Mitgliederversammlung vom 26.11.2019 konnte der Präsident neben den eigenen Mitgliedern eine stattliche Anzahl Vertreter der IG Weid begrüssen. (Die IG Weid kämpft gegen eine 5 G Antenne in der Weid und hat mit 200 gesammelten Unterschriften Einspruch gegen die Baubewilligung einer 5G Antenne bei der Weid Garage eingereicht.)

Zu Beginn durften wir erfahren, dass im Wasser des neuen Grundwasserpumpwerkes Aarefeld keine Chlorothalidone oder andere Pestizide nachgewiesen werden konnten. Das Pumpwerk wird Mitte Februar 2020 seinen Betrieb aufnehmen und Gretzenbach mit Trinkwasser versorgen.

Anwohner vom Langmattrainweg haben uns über den sehr schlechten Zustand der Strasse und über das fehlende Licht in Kenntnis gesetzt. In manchen Häusern führt starker Regen regelmässig zu Überschwemmungen in den Gebäuden und das seit Jahren. Hier müsste die Bürgergemeinde als Besitzerin der Strasse dringend handeln.

Die Finanzlage der Gemeinde hat sich so verschlechtert, dass der Gemeinderart zu Handen der Gemeindeversammlung vom 02.12.2019 eine 5%ige Steuererhöhung beantragt hat. Das Problem liegt auf der Einnahmenseite.  Auf der Einnahmeseite sind über 500’000 Fr weggebrochen. Das Minus ist zurückzuführen auf:

-den Wegzug einer natürlichen Person aus Gretzenbach,

-einen Vertrag über die Verteilung von Kernkraftwerksentschädigungen, welchen der Regierungsrat versäumt hat zu verlängern.

-die Gemeinde Däniken hat den Vertrages über eine freiwillige Entschädigung für das Nasslager des Kernkraftwerkes mit der Gemeinde Gretzenbach gekündigt.  

Auf der Ausgabenseite wurden die Budgets der Kommissionen und der Gemeindeverwaltung eingehalten. Investitionen werden auf ein Minimum heruntergefahren, was in der Zukunft aber die Gemeinde teuer zu stehen kommen könnte/ dürfte.

5G ist zur Zeit ein landauf , landab ein riesen Thema und sorgt auch in Gretzenbach für rote Köpfe. Fokus Gretzenbach machte sich schon länger darüber Gedanken, es wird viel über 5G geredet, aber die grosse Öffentlichkeit weiss eigentlich wenig darüber. Auch sind die Medienmitteilungen von Seiten Bund auch eher verwirrend. Deshalb wurde in der Partei laut über einen Infoanlass 5G nachgedacht. So laut, dass sich eine grössere Delegation die IG Weid zu unserer Mitgliederversammlung einfand. Nach einer angeregten Diskussion entschlossen sich die Mitglieder des Fokus Gretzenbach zusammen mit der IG Weid eine Podiumsdiskussion über 5G in Gretzenbach zu organisieren.  / RL 

FOG – Mitgliederversammlung am 26.11.2019

Mitgliederversammlungen ermöglichen den Austausch zwischen Gemeinderäten, Mitgliedern der verschiedenen Kommissionen und der Basis. Man erfährt hier viel, kann Ideen einbringen und trifft interessante und interessierte Menschen. Und es ist der persönliche Beitrag zur Gestaltung der Zukunft von Gretzenbach. Die MV ist öffentlich.

Einladung für Mitglieder und Interessierte

Am Dienstag, den 26.11.2019, findet in der Bibliothek Meridian unsere nächste Mitgliederversammlung statt. Wie immer treffen wir uns um 19.30 Uhr. Nebst den Informationen aus dem Vorstand, dem Gemeinderat und den Kommissionen werden wir noch speziell über die ausserordentliche Vorstandssitzung vom 29.10.2019 informieren. Des Weiteren werden 5G, das Beizlifest und die GV 2020 thematisiert.

Neugierig geworden? Dann komm doch am 26.11. ins Meridian!   

Rolf Leuenberger, Präsident