Unlustiges Wetter – lustige Begegnungen

Was mache ich mit meinen alten Sachen? Wegwerfen? Oder?

Am 5. Oktober ist es nicht ums Entsorgen gegangen. Vielmehr fragten sich Besucherinnen und Besucher des Flohmarktes und des Teilemarktes im Grund: Finde ich, was ich schon lange suche? Hat es etwas Brauchbares für mich? Das Wetter zeigte sich zwar zum Teil von seiner garstigen Seite – wer da war, ist dennoch auf seine Kosten gekommen. Die Stände sind im Trockenen gestanden und zu einem Schwatz hat es immer gereicht. / HS


Wir sind der Verein Freizytmärt aus Kölliken. In Gretzenbach sind wir zum ersten Mal und es ist unser zweiter Flohmarkt. Wir sind nach Gretzenbach gekommen, weil es in Kölliken keine freie Halle hatte. Als Verein stellen wir zwei Mal im Jahr den Platz und die Infrastruktur für die Standbetreiber zur Verfügung. Auf die Idee für unseren Verein sind wir durch Besuche auf Flohmärkten gekommen.

Ich bin pensioniert, wollte aber noch etwas machen. Auf den Flohmarkt zu gehen ist mein Hobby. Pro Monat stecke ich etwa 30 – 40 Stunden da hinein. In den letzten Jahren hat eine Veränderung stattgefunden: Heute sind alte Sachen nichts mehr wert, das ist schade. Die Jungen habe keine Beziehung mehr dazu. In 15 Jahren wird es aber wieder anders sein. Aber es wird trotzdem auch heute noch etwas gekauft.

Während 40 Jahren bin ich als Störmech für Oldtimer unterwegs gewesen. Daher komme ich nun an Autos von ehemaligen Kunden, die jetzt zu alt sind zum Autofahren.  

Wir sind früher beruflich Konkurrenten gewesen. Und jetzt gehen wir gemeinsam auf den Flohmarkt. Aber jeder hat seinen eigenen Stand.

Das ist alles noch brauchbares Material, aber ich brauche es nicht mehr. Und der Flohmarkt findet in unserer Region statt. Ich konnte bereits einiges loswerden. Man sieht das zwar so nicht, aber ich merke es am Münz in der Manteltasche. Leider ist das Wetter eher unlustig, das merkt man. Die Leute sind eindeutig weniger kauffreudig.

Wir führen den Teilemarkt jetzt zum dritten Mal hier im Grund durch. Da unser Geschäft doch eher versteckt ist, wollten wir etwas machen um die Leute hierher zu locken. Wir organisieren mehrere Anlässe im Laufe des Jahres. Wir stellen den Platz und die Infrastruktur zur Verfügung. Die Standbetreiber sind professionelle Händler oder Privatpersonen.

Dieses Ding ist aus Holz und damit hat man früher von Hand Stoffe bedruckt. Ich schätze, es ist aus der Anfangszeit des letzten Jahrhunderts.

Das ist unser zweiter Flohmarkt. Durch einen Hausverkauf sind wir an die Sachen gekommen. Wir machen das, so lange es Spass macht. Es ist gleichzeitig die Möglichkeit, gemeinsame Familienzeit zu verbringen. Und das Schwatzen mit den Leuten und Kaffee trinken ist auch schön.

Die Vielfalt des Behindertensporttages

Lebensfreude pur – das präsentiert sich jedes Jahr am Behindertensporttag. Die Bildergalerie vermag nur einen kleinen Teil davon zu zeigen. Aber etwas wird klar ersichtlich: Es war ein toller Jubiläumsanlass. / HS

Weitere Beiträge zum Behindertensporttag 2019 siehe:

http://www.fokus-gretzenbach.ch/30-jahre-behindertensporttag-sonne-spor-spass-und-eine-spende/

http://www.fokus-gretzenbach.ch/seit-30-jahren-immer-wieder-dabei-die-freiwilligen-helferinnen-und-helfer-am-behindertensporttag/

Seit 30 Jahren immer wieder dabei: Die freiwilligen Helferinnen und Helfer am Behindertensporttag

Fast 150 Sportlerinnen und Sportler haben am diesjährigen Sporttag teilgenommen. Aus Anlass des Jubiläums sind neue Spiele – passend zum Geburtstag – kreiert worden. Rund 100 Männer, Frauen und Jugendliche haben mitgeholfen, dass einmal mehr ein besonderes Erlebnis entstehen konnte. Ihnen ist dieser Beitrag gewidmet. / HS


Ich bin das erste Mal als Helfer dabei. Es ist eine schöne Sache, tiptop!

Freude bereiten ist ein gutes Gefühl.

Es ist genial. Ich bin vor 3 Jahren zum Mitmachen angefragt worden. Die Freude der Sportlerinnen und Sportler sollte sich auf uns übertragen, dann wäre alles viel besser.

Wir finden den Anlass eine gute Sache. Wir sind gerne mit Menschen in Kontakt. Die Menschen hier sind mit wenig zufrieden – man lernt wieder demütig zu sein.

Für Behindertensportler und Spitzensportler ist die Situation die gleiche: Es braucht Engagement, Herzblut und Durchhaltevermögen.

Die Bürgergemeinde sponsert den Sporttag, weil er eine gute Sache ist. Er ist vor Ort, nachhaltig und sozial.

Ich bin in den Behindertensporttag hineingerutscht. Es stehen nicht alle Menschen auf der Sonnenseite des Lebens. So kann ich etwas zurückgeben. Das zeigt sich in den Gesichtern der Sportler; da ist Freude und Ehrgeiz zu sehen.

Wir sind als Familienbetrieb an diesem Anlass engagiert. Der Damenturnverein hat Helferinnen gesucht, da habe ich mich gemeldet. Die Cevi hat mitgemacht, da sind unsere Jungen dabei gewesen. Und mein Mann hat die Festwirtschaft übernommen.

Ich bin 2015 in meine Funktion als Präsident des Vereins hineingerutscht. Seither habe ich den Plausch mit dem OK, das ist sensationell. Jedes Mitglied weiss, was zu tun ist und es herrscht eine super Kameradschaft. Es macht Spass.

Ich bei seit 30 Jahren mit dabei. Damals bin ich Präsident des Turnvereins gewesen. Da ein ansehnlicher Betrag aus den Bussgeldern des Turnfestes in Däniken übrig geblieben ist, hat man den ersten Sporttag geschaffen. Jetzt sind es 30 Jahre Freude – und es ist ein dankbares Publikum. Noch nie hat einer reklamiert.

Es ist sehr schön, dass es so einen Anlass für geistig Beeinträchtigte gibt. Da helfe ich gerne mit.
Der Aufwand lohnt sich, wenn man die Freude der Sportler sieht, da können wir zufrieden nach Hause gehen.

Ich bin hier, um den Leuten, die diesen Anlass seit 30 Jahren durchführen, Danke zu sagen und ihnen Respekt zu erweisen. Heute bin ich zum 3. oder 4. Mal dabei. Esther Gassler hatte mich damals auf den Behindertensporttag aufmerksam gemacht.

Es macht einfach Spass mit den Leuten hier; sie sind herzlich und haben Ehrgeiz. Es ist einfach schön.

Wir haben einmal mehr Wetterglück. Es sind tolle Leute, die mitmachen. Ich habe Freude zu sehen, wie sie mitmachen.

Die Turner haben den Sporttag angerissen. Es ist ein Anlass der Turnerfamilie. Für die Männerriege ist es ein Beitrag, den wir leisten wollen, um jene zu unterstützen, die nicht so turnen können wie wir.

Wir kommen jetzt seit 3 Jahren. Wir sind hier, um den Sportlerinnen und Sportlern eine Freude zu machen. Es ist ein dankbarer Auftritt – Musik macht immer Freude.

Weitere Beiträge zum Behindertensporttag 2019:

http://www.fokus-gretzenbach.ch/die-vielfalt-des-behindertensporttages

http://www.fokus-gretzenbach.ch/30-jahre-behindertensporttag-sonne-spor-spass-und-eine-spende/(öffnet in neuem Tab)