Als Schlachthof und Schule noch im gleichen Haus untergebracht waren

Die Metzgerei Schneider feierte am 4. Mai ihr 100jähriges Firmenjubiläum. Der Betrieb wird in der 4. Generation geführt. Trotz garstigem Wetter nahmen viele Kunden und Kundinnen an den Jubiläumsaktivitäten teil.

Los ging es um 11 Uhr und gleichzeitig hielt auch der Winter wieder Einzug. Das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Das Kinderprogramm fiel leider zum grossen Teil aus – der Hüpfburgbauernhof konnte nicht aufgeblasen werden. Für 100 Rappen konnten Getränke und Hamburger gekauft und im Zelt eingenommen werden. Im Rahmen eines Apero im ehemaligen Spritzenhäuschen gratulierte Gemeindeamman Daniel Cartier dem Jubilar. Die Gemeinderäte Wädi Schärer, Kurt Spielmann und Gemeinderätin Monika Eicher begleiteten ihn. Alfred Schneider fasste die Geschichte des Betriebes zusammen, der nach Ende des ersten Weltkrieges von Grossvater Alfred Schneider erworben worden und seither von der Familie Schneider geführt worden ist. Vor 100 Jahren befand sich im 1. Stock der Metzgerei noch die Schule, daneben lag die Lehrerwohnung und im Anbau von 1898 ist geschlachtet worden.
Wegen des schlechten Wetters ist das Nachtessen von der Metzgerei Schneider spendiert worden – es gab Hörnli mit Ghacktem und Öpfumus.
Auch wenn es recht und frisch gewesen ist: Der Regen ist in Italien ein Glückssymbol. Er wäscht alles rein. Auf die Metzgerei Schneider übertragen heisst das: Das grausliche Wetter hat fit für die nächsten 100 Jahre gemacht.
Fokus Gretzenbach gratuliert ebenfalls herzlich zu dieser langen Betriebsführung.

Nachfolgende einige Aufnahmen vom Fest. / HS